„Unser Herz schlägt grün“

Picard will Nachhaltigkeit vorantreiben

Georg Picard (Foto: Picard Lederwaren)
Georg Picard (Foto: Picard Lederwaren)

Der Lederwarenhersteller Picard hat sich bis 2025 neue Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Dabei setzt er auf die Leather Working Group.

Im Fokus stehen nachhaltige Materialien und die Leather Working Group. Zudem wurde das Logo des Unternehmens neu eingefärbt – ein grünes Herz soll ab sofort für die Liebe zur Natur, zum Handwerk und zu den Menschen stehen.

Mit den neuen Zielen will Picard daran arbeiten, Schritt für Schritt noch nachhaltiger zu werden. Ein überarbeitetes Logo soll unterstreichen, dass nachhaltiges Denken und Handeln, hinsichtlich Mensch und Natur, die tägliche Arbeit bestimmen. Zu den neuen Zielen gehört unter anderem nachhaltiges Handeln hinsichtlich der Lieferantenauswahl. Bereits heute sind nach eigenen Angaben 90% der Lederlieferanten bei PICARD von der Leather Working Group zertifiziert – bis 2025 sollen es 100% sein. Das Ziel der LWG ist die Einhaltung nachhaltiger und ökologischer Geschäftspraktiken in der Lederindustrie. Des Weiteren sollen bis 2025 alle lederfreien Produkte nur noch aus nachhaltigen Materialien gefertigt werden.

Bis 2021 habe das Familienunternehmen schon einiges an Verantwortung für Mensch und Natur vorgelebt: „Wir konzentrieren uns immer schon auf recyclefähige oder sehr langlebige Materialien und haben auch bereits seit 2018 einen Nachhaltigkeitsbeauftragten im Unternehmen. Nun sollen alle sehen, dass unser Herz wirklich Grün schlägt“, so Georg Picard, Geschäftsführer Picard Lederwaren GmbH & Co KG. Eine eigene Green Line-Kollektion wird seit 2020 jede Saison um eine neue Serie erweitert – sie besteht aus 100% nachhaltigen Materialien. Zudem ist das Unternehmen seit 2019 Mitglied von Cads – Defined Standards For Shoe Production – die sich weltweit dafür einsetzen, dass Schuhe und Lederwaren nachhaltig, schadstofffrei, umweltverträglich und mit sozialer Verantwortung hergestellt werden. Die Marke lege außerdem seit jeher größten Wert auf faire und sozialverträgliche Arbeitsbedingungen.

Nachhaltigkeit soll weltweit großgeschrieben werden. Daher wird im Werk in Obertshausen mit Solarpanels auf dem Dach eigener Strom produziert und auf dem unbebauten Wiesengrundstück, gegenüber des Hauptgebäudes, seit 2016 eine kleine Bienenfarm mit großer Blumenwiese gepflegt. Das Produktionswerk in Bangladesch ist vielfach ausgezeichnet. Hier wird nicht nur Wert auf Arbeitssicherheit und die Gesundheit der Mitarbeitenden gelegt, sondern auch Perspektiven mit Weiterbildungsprogrammen sowie der Picar- Schule aufgezeigt und geholfen die Jugendarbeitslosigkeit, mit Hilfe von Ausbildung in Handwerksbetrieben, zu verringern.

„Als Lederwarenhersteller sind wir uns unserer Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst – und haben darum die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unseres Handelns stets im Blick. Mit unseren neuen Nachhaltigkeitszielen wollen wir nochmal klarstellen, dass Nachhaltigkeit für uns eine Investition in die Zukunft und für die nächsten Generationen ist“, so Georg Picard.
 

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Tobias Kurtz / 13.08.2021 - 08:59 Uhr

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