Euler Hermes-Studie

Prognose: Weltweite Insolvenzen steigen 2022 an

In Deutschland und weltweit werden für nächstes Jahr mehr Insolvenzen erwartet. Das Niveau werde jedoch weiterhin niedrig bleiben.

Die Studie „Insolvencies: We’ll be back“ der Kreditversicherungsgruppe Euler Hermes legt nahe, dass im nächsten Jahr die weltweiten Insolvenzen um 15% ansteigen werden. Für Deutschland wird in der Studie ein Anstieg an Insolvenzen um 9% auf rund 16.300 erwartet. Der Anstieg ergebe sich jedoch aus einer niedrigen Anzahl an aktuell beantragten Insolvenzen. Bei einem Anstieg um 15% läge die Anzahl an beantragten Insolvenzen um 4% niedriger als noch im Vor-Pandemie-Jahr 2019. „Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen haben ihr Ziel erreicht, möglichst viele Insolvenzen zu verhindern. In Westeuropa haben die Maßnahmen jede zweite Pleite verhindert, in den USA jede Dritte“, erklärt Maxime Lemerle, Leiter der Branchen- und Insolvenzanalyse bei der Euler Hermes. Während die Fallzahlen in den letzten Jahren gesunken sind und im nächsten Jahr voraussichtlich auf niedrigem Niveau steigen, sei jedoch der durchschnittliche Schaden pro Unternehmen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt worden.

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Christopher Mastalerz / 06.10.2021 - 08:43 Uhr

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