Digitale Medien gewinnen

Prospekt als Massenmedium erstmals infrage gestellt

Laut einer Studie des Handelsinstitutes EHI wird für digitale Marketingmaßnahmen erstmals mehr Geld ausgegeben als für klassische Print-Werbung.

Durch die Corona-Pandemie und die allgemeine Digitalisierung stellen die Marketing-Chefs ihr Marketing immer mehr auf digitale Maßnahmen um. Dies wurde nun durch eine Studie, den neuen Marketingmonitor 2021-2024 des Handelsinstitutes EHI, bestätigt. Das Institut hat rund 800 Handelsvertreter und Branchenverbände als Mitglieder und gibt regelmäßig den Marketingmonitor mit Umfragen und Prognosen heraus.

 

In der Umfrage im März und April 2021 unter 55 CMOs führender deutscher Unternehmen – nicht nur der Modeindustrie – zeigte sich: Klassische spezifische Handelswerbung, darunter Prospekte, Flyer und Print-Anzeigen, ist erstmals nicht mehr an erster Stelle bei den Marketingausgaben. Nur noch 30% des Bruttowerbeaufkommens fließen in die klassische Sparte, im Gegenzug werden 34% für digitale Marketingmaßnahmen ausgegeben, vor allem für SEO- oder Social-Media-Marketing. Spezifisch in der Modeindustrie ist diese Entwicklung besonders stark ausgeprägt. Hier verlor die klassische Handelswerbung 38,1% am Anteil der Werbeausgaben.

 

Als Gründe geben die Umfrageteilnehmer an, mit digitalem Marketing sei man flexibler, spare sich die hohen Produktionskosten und könne die Kunden direkter ansprechen. Für 2024 prognostiziert das Institut daher, dass digitale Medien um vier weitere Prozentpunkte steigen, während spezifische Handelsmedien um sieben Prozentpunkte sinken sollen.

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Helge Neumann / 01.06.2021 - 12:22 Uhr

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