„Nicht sehr glaubwürdig“

Rens spricht sich gegen Pride-Kollektionen aus

Der finnische Sneakerhersteller Rens kritisiert Sonderaktionen zum Pride Month und fordert wirksame Maßnahmen gegen die Diskriminierung der LGBT-Community.

Logos in Regenbogenfarben, Sonderkollektionen und Spendenaktionen. Im Juni gibt es kaum einen Hersteller in der Branche, der sich nicht in irgendeiner Form solidarisch mit der LGBT-Community präsentiert. In einem Video spricht sich der finnische Sneakerhersteller Rens gegen diese Aktionen der Unternehmen aus. Es sei nicht authentisch, wenn man nur zu einem speziellen Anlass an die Diskriminierung von queeren Menschen und Transpersonen erinnere. „Marken, die nur zu Marketingzwecken auf die Pride-Bewegung im Juni aufspringen und den Rest des Jahres kaum Engagement für die Community zeigen, sehen wir nicht als sehr glaubwürdig an“, erklärt Rens-Gründer Son Chu die Haltung des Unternehmens.

In dem Video habe man daher auch ganz bewusst keine eigenen Produkte inszeniert, sondern einen allgemeinen Aufruf zur Toleranz verfasst. Anstatt PR-Aussagen und Sonderkollektionen fordere Rens daher auch von der Konkurrenz handfeste Änderungen in der Kollektion und in der Unternehmenskultur, um Geschlechterstereotype zu überwinden. Der finnische Hersteller biete zum Beispiel Sneaker teilweise nur in einer Unisex-Variante an und verkaufe auch seine rosa Modelle in Männergrößen. Darüber hinaus sei beim Bewerbungsprozess strukturelle Diskriminierung zu überwinden, um Mitgliedern der LGBT-Community tatsächlich zu helfen.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Christopher Mastalerz / 24.06.2021 - 09:00 Uhr

Weitere Nachrichten