"Attraktives Paket für den Fachhandel"

Richter will mit dem Fachhandel wachsen

Foto: Richter
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Der österreichische Kinderschuhhersteller Richter sieht sich trotz Corona auf einem guten Kurs. Mit neuen Produkten und einem Fokus auf Nachhaltigkeit will das Unternehmen bei Händlern und Verbrauchern punkten.

„Wir wollen Schuhe anbieten, die nicht nur für die Kinder gut sind, sondern auch für den Fachhandel und unsere Umwelt“, betont Dr. Thomas Ridder, gemeinsam mit Josef Renner seit 2019 Geschäftsführer des Kinderschuhherstellers Richter. „Kinderfüße sind noch in Entwicklung. Das bringt hohe Anforderungen in Sachen Passform, Atmungsaktivität und Verarbeitung. Das zu vermitteln, braucht ein hohes Maß an Beratungskompetenz. Und die sehen wir klar im stationären Handel.“
Bereits seit einigen Saisons arbeitet das Unternehmen mit neuer Eigentümerstruktur und einigen Neuzugängen in verschiedenen Verantwortungsbereichen daran, seinen Platz im Kinderschuhsegment auszubauen. In der F/S 2021-Kollektionen waren die Neuerungen sichtbar. „Wir haben sehr viel verändert und die Qualität der Schuhe extrem angehoben. All das haben wir umgesetzt, ohne die Preise zu erhöhen: Wir haben diese gleichgehalten bzw. meistens sogar gesenkt. Dieses attraktive Paket stellen wir dem Fachhandel zur Verfügung“, so Ridder. Dabei steht für die Führungsriege von Richter das Thema Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda. Bewusst setze man auf nachhaltige Materialien, wo immer es möglich ist. Zum Einsatz kommen Baum- und Merinowolle, Holz- und Maisfasern. Der neue Ansatz brachte dem Unternehmen nach Überzeugung der Geschäftsführer erhebliche Erfolge. So sei die Vororder in der F/S-Saison 2021 um 25% gestiegen. Auch viele Neukunden schrieben erstmals Richter-Schuhe auf ihren Orderblock. Allerdings blieb die Nachorder der stationären Händler vor allem aufgrund des langen Lockdowns in Deutschland deutlich unter den Erwartungen. Erfreuliche Zahlen habe man allerdings bei Onlinehändlern erreicht, so Ridder und ergänzt: „Wir haben in Summe durch unzählige Verbesserungsmaßnahmen deutliche Ergebnissteigerungen erzielt und werden im nächsten Jahr bereits positiv sein.“

Zusammenarbeit mit Zalando beendet


Für die F/S 2022 hat das Richter-Team 19 neue Gruppen entwickelt. „Mehr als 50% der Gruppen sind neu, wir treten sehr konzentriert und sehr kompakt auf“, erklärt Josef Renner. „Dabei setzen wir einerseits auf gut verkaufte Ware, aber auch auf neue Sandalen, Outdoor und Trekking.“
Der Handel werde nicht die gleichen Schuhe noch einmal kaufen, ist Ridder überzeugt. „Bei vollen Lägern sollte man eher das Neue und Flotte kaufen, um das bestehende Sortiment aufzufrischen. Daher stellen wir dem Fachhandel unzählige Innovationen zur Verfügung – bei deutlich erhöhten Qualitäten. Und das bei einem verbesserten Preis-Leistungsverhältnis.“ Um die Preise trotz des höherwertigen Materials nicht zu steigern, verzichtet das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Marge. Bei der Order hat der Handel maximale Freiheit. Die Mindestbestellmenge liegt bei 12 Paar, wobei der Kunde frei wählen kann. Der verstärkte Fokus auf den stationären Handel wird flankiert durch eine Entscheidung im Onlinehandel. „Wir haben die Zusammenarbeit mit Zalando beendet, weil wir mit der Risikoverteilung des neuen Partnerprogramms nicht einverstanden waren. Stattdessen wollen wir gemeinsam mit dem stationären Fachhandel weiter wachsen.“
In diesem Zusammenhang seien auch die Verbundgruppen wichtige Partner. Im eigenen Onlineshop der Marke sollen Kunden viel Wissenswertes über Marke und Kollektion finden. Hier können Verbraucher auch Schuhe kaufen – „Verkäufe über den eigenen Onlineshop sind für uns nicht das primäre Ziel. Es geht uns darum, die Konsumenten über unsere Qualitäten und Gütesiegel zu informieren und unser Sortiment zu zeigen, weil wir im Fachhandel noch nicht so breit distribuiert sind. Daran arbeiten wir“, so Josef Renner. Interessierte Händler können die neue Richter-Kinderschuh-Kollektion sowie auch die neuen Gruppen für Damen auf den ANWR- und SABU-Messen sichten und ordern. Zudem ist die Marke in verschiedenen Orderbüros präsent. 

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Christopher Mastalerz / 05.08.2021 - 12:53 Uhr

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