0G, 2G oder 3G?

RWI warnt vor Lockdown

In einer Studie des Leibniz-Institutes für Wirtschaftsforschung Essen (RWI) werden die wirtschaftlichen Auswirkungen von Pandemie-Maßnahmen verglichen.

In einer Studie verglich das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen (RWI) laut übereinstimmenden Meldungen von Handelsblatt und Tagesschau die volkswirtschaftlichen Folgen dreier Strategien im Umgang mit der Corona-Pandemie. Im Vergleich der Strategien 0G, also erneuten Lockdowns, 2G, dem Ausschluss Ungeimpfter, und 3G, der Möglichkeit des Freitestens, würde laut der Studie der Lockdown den größten wirtschaftlichen Schaden verursachen. Je nach Ausgestaltung würde dieser zwischen 6,5 und 52 Mrd. Euro an Wertschöpfung kosten, wobei ein vollständiger Lockdown für eine Senkung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zu einem Szenario ohne Schließungen sorgen würde. Ein Ausschluss Ungeimpfter würde laut Studie 13 Mrd. Euro kosten und im Vergleich zu einer Öffnung für alle für eine BIP-Senkung von 0,15 Prozentpunkte sorgen. Die Möglichkeit des Freitestens würde den wirtschaftlichen Schaden abhängig vom Preis und der Bereitschaft zum Freitesten weiter beeinflussen. In einem Szenario, in dem sich die Hälfte der Ungeimpften freitesten ließe, beliefe sich der Schaden auf 6,5 Mrd. Euro.

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Christopher Mastalerz / 15.09.2021 - 08:55 Uhr

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