„Die Botschaften sind einfach und genial“

SABU unterstützt Aktionen des Handels

Stephan Krug (Foto: SABU)
Stephan Krug (Foto: SABU)

Die Heilbronner Verbundgruppe stellt sich hinter die Forderungen des HDE und unterstützt zugleich zwei Aktionen des Einzelhandels.

„Der lokale Handel ist durch die Auswirkungen der Pandemie in ernster Gefahr! Und damit die Vielfalt, Attraktivität und Infrastruktur vieler Innenstädte und Ortskerne in ganz Deutschland. Der zweite Shut down bringt viele Einzelhandelsunternehmen an den Rand der Pleite. Fehlende Umsätze und hohe Altwarenbestände bedrohen massiv die Existenz des Einzelhandels und führen zu einem weitreichenden Sterben im stationären Fachhandel, wenn nicht bald spürbare Hilfe kommt,“ ist sich SABU-Geschäftsführer Stephan Krug sicher.

 

Der SABU fordert deshalb die vollständige Gleichbehandlung des Einzelhandels mit der Gastronomie oder ein analoges Fixkostenmodell, das sich am Rohertrag orientiert. Die bedeute im Einzelnen eine Anpassung der Überbrückungshilfen. Dazu schlägt die Verbundgruppe folgende Vorgehensweise vor:

(1) Fixkostenerstattung auf Basis der Rohertragsberechnung in Höhe von 30 bis 40 Prozent auf entsprechenden Nachweis durch den WP/ Steuerberater.
(2) Zugang zur Überbrückungshilfe auch für Einzelhandelsunternehmen mit mehr als 500 Mio. € Jahresumsatz.
(3) Streichung der Begrenzung des monatlichen Zuschussbetrages von 500.000 €.
(4) Berücksichtigung der Abschreibungen auf das Warenlager (Saisonware, „verderbliche“ Ware, auch Schuhe) bei der Fixkostenberechnung.
(5) Aufhebung der Staffelung der Fixkostenentschädigung nach prozentualem Umsatzverlust bzw. notwendige entsprechende Anpassung.
(6) Abschlagszahlungen von bis zu 500.000 € mit sofortiger Auszahlungsmöglichkeit nach Antragstellung.
(7) Zudem müssten die Obergrenzen nach EU-Beihilferecht entsprechend hochgesetzt werden. Dazu sind bereits seitens der Bundesregierung die entsprechenden Anträge bei der EU-Kommission gestellt worden.
(8) Das Verfahren ist über die bereits bestehenden IT-Programme der Bundesländer mit dem BMWI umzustellen, so dass eine zeitnahe Auszahlung der Mittel erfolgen kann.

Zudem fordert der SABU eine sofortige oder zeitnahe Wiedereröffnung des Einzelhandels. Er begründet diese Forderung mit der Sicherheit der Hygienekonzepte. Der Einzelhandel sei zu keiner Zeit ein Treiber der Infektion gewesen, so die Verbundgruppe.

Um den Forderungen von HDE und SABU mehr Gewicht zu verleihen, unterstützt die Verbundgruppe die beiden Einzelhandelsaktionen #handelstehtzusammen und „Wir machen auf-merksam“. Man wolle aktiv dazu beitragen, dass die Städte in jeglicher Beziehung attraktiv und der Fachhandel lebendig bleibt. Deshalb ruft der SABU seine Mitglieder dazu auf, sich an beiden Initiativen zu beteiligen, beispielsweise durch das Kontaktsuchen zum örtlichen Bundestagsabgeordneten. 

SABU-Chef Stephan Krug: „Die Botschaften von #handelstehtzusammen und „Wir machen auf-merksam“ sind einfach und gerade deshalb genial: Wir fordern wirksame, einfache und schnelle Entschädigungen für den derzeit geschlossenen stationären Einzelhandel oder alternativ eine sehr zeitnahe Wiedereröffnung! Wir alle müssen jetzt handeln! Denn mit dem drohenden Verlust des Einzelhandels gehen tausende Arbeitsplätze verloren und die Attraktivität des Kulturgutes „Innenstadt“ steht für uns alle auf dem Spiel.“

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Laura Klesper / 11.01.2021 - 15:27 Uhr

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