„Leute möchten wieder raus und reisen“

Samsonite verzeichnet historischen Einbruch

Der Gepäckspezialist Samsonite hat im Jahr 2020 sowie im ersten Quartal 2021 enorme Umsatzrückgange verzeichnet. Im Gespräch mit LR erläutert Deutschland-Chef Dirk Schmidinger, was ihn optimistisch stimmt.

Die Umsätze des Samsonite Konzerns knickten im Jahr 2020 um mehr als 57 Prozent auf rund 1,54 Mrd. US-Dollar ein, teilt das Unternehmen mit. Die Gruppe verzeichnete einen operativen Verlust von 282,9 Mio. US-Dollar. Die Umsätze in Deutschland reduzierten sich um 60,6 Prozent.

Die Corona-Pandemie prägte auch den Start ins Jahr. Der Gesamtkonzern erzielte in den ersten drei Monaten 2021 einen Umsatz von 354,7 Mio. US-Dollar. Das sind etwa 42 Prozent weniger als im Vorjahresquartal (601,2 Mio. US-Dollar). Dabei fiel der Einbruch in Asien mit einem Minus von 23 Prozent deutlich geringer aus als in Europa (-60,4 Prozent). In Deutschland lagen die Umsätze um 72,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

„Im ersten Halbjahr 2021 erzielen wir voraussichtlich etwa 25 Prozent unseres Umsatzes im Vergleich zu 2019“, fasst Dirk Schmidinger, General Manager Samsonite Deutschland, die Situation hierzulande zusammen. „Bis zum Jahresende hoffen wir auf ein Drittel bis zur Hälfte. Wenn es gut läuft.“

Gleichwohl sieht Schmidinger die weitere Zukunft optimistisch. „Die Leute möchten wieder raus und reisen. Daher ziehen die Zahlen aktuell auch wieder an. Das merken wir im eigenen Retail. Außerdem sind wir mit unseren Kollektionen gut aufgestellt.“ Der Weg aus dem Umsatztal dauert aber noch an. Schmidinger: „Ab der zweiten Jahreshälfte 2022 rechnen wir wieder verstärkt mit internationalen Gästen, so dass wir im Jahr 2023 in etwa wieder auf dem Niveau von 2019 liegen könnten.“  

Das ausführliche Interview lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Lederwaren Report.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Tobias Kurtz / 16.06.2021 - 11:57 Uhr

Weitere Nachrichten