Schuhe mit Formel-1-Technologie helfen beim Weltrekord

Schuhe werden in Tokio zu Stars

Olympiasieger Karsten Warholm und Evospeed Tokyo Future Faster+. (Foto: Puma)
Olympiasieger Karsten Warholm und Evospeed Tokyo Future Faster+. (Foto: Puma)

Beim olympischen Hürdenlauf errang der Norweger Karsten Warholm Gold und einen Weltrekord. Ein Erfolgsgeheimnis sind seine von Formel-1-Ingenieuren designten Schuhe.

In Tokio lief er allen davon. Der Norweger Karsten Warholm gewann beim olympischen 400-Meter-Hürdenlauf nicht nur die Goldmedaille, sondern erlief mit weitem Abstand einen neuen Weltrekord.  In 45,94 Sekunden schlug er den bisherigen erst im Juli auch von ihm aufgestellten Weltrekord, der 46,7 Sekunden betrug und unterbot damit die 46-Sekunden-Marke. „Das war wahrscheinlich das beste Rennen in der olympischen Geschichte“, erklärte auch Silbermedaillen-Gewinner Rai Benjamin über die Leistung seines Kontrahenten.

Ein großer Anteil daran wird seinen Schuhen zugeschrieben, an deren Entwicklung der Olympiasieger selbst beteiligt war: Der Evospeed Tokyo Future Faster+ wurde von Puma und gemeinsam mit dem Formel-1-Team von Mercedes entwickelt. Mit den Erfahrungen aus dem Rennsport seien die Ingenieure in der Lage gewesen, den Schuh besonders leicht zu halten. Sie haben in den Schuh eine Sohle aus Kohlenstoff und Titanium eingebaut, einer Materialmischung, die auch beim Formel-1-Boliden Verwendung findet. „Beim Sprint ist man nur sehr kurz am Boden und die Platte muss darauf sehr schnell reagieren. Deswegen möchte ich, dass der Kohlenstoff hart genug ist, damit ich die Rückfederung spüre bevor ich den Boden wieder verlasse. Das hilft mir dabei, noch schneller zu laufen“, erklärte Warholm bei der Vorstellung des Schuhs. Gemeinsam mit seiner Tagesform habe diese Entwicklung das Unterbieten der 46-Sekunden-Marke möglich gemacht und die Schuhe sind zu Shooting-Stars der Olympischen Spiele in Tokio avanciert.

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Christopher Mastalerz / 04.08.2021 - 12:44 Uhr

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