Corona-Pandemie

Schweiz: Einzelhandel muss schließen

Der Einzelhandel in der Schweiz muss ab dem 18. Januar seine Geschäfte bis auf weiteres schließen. Laut dem Handelsverband Schweiz ruiniere dies die Existenz von Tausenden Unternehmen. 

Der Bundesrat der Schweiz hat am 13. Januar die Schließungen des stationären Einzelhandels beschlossen. Ausgenommen bleiben Läden mit Waren des täglichen Bedarfs. „Jetzt die Läden zu schließen ist unverhältnismäßig. Alle Bemühungen des Handels wie die teils aufwändigen und effektiven Schutzkonzepte werden so desavouiert. Eine sachlich fundierte Erklärung bleibt der Bundesrat schuldig. Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, dass Ansteckungen in stationären Läden ein signifikantes Infektionsrisiko darstellen“, erklärte Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz, dem Dachverband des Handels.

Handel Schweiz bezweifelt den Nutzen der Ladenschließungen in Bezug auf das Infektionsgeschehen, da nach wie vor die Läden des täglichen Bedarfs offen bleiben. Somit werde die Publikumsfrequenz nur wenig eingeschränkt, während gleichzeitig die Existenz von Tausenden KMUs massiv gefährdet wird. Engeli: „Zentral ist vor allem, dass die Impfungen jetzt rasch und flächendeckend stattfinden! Es ist unverständlich, dass das reichste Land der Welt dazu bis heute nicht in der Lage ist. Damit wird die Gesundheit und der Wohlstand der Bürger und Bürgerinnen gefährdet.“

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Helge Neumann / 14.01.2021 - 08:58 Uhr

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