Auswirkungen von Corona weiter deutlich messbar

So entwickelt sich die Frequenz

Engel & Völkers Commercial hat die Frequenzen in mehr als 60 deutschen Innenstädten ausgewertet. Das Ergebnis zeigt: Es bleibt Luft nach oben. 

In den deutschen Innenstädten ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr los – aber längst noch nicht wieder so viel wie im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Auswertung der aktuellen Passantenfrequenzzahlen durch Engel & Völkers Commercial zeigt einen Anstieg von 2,5% im Durchschnitt der 147 Zählpunkte in 63 Städten. Das ist ein kleines Plus, aber im Vergleich zu vor zwei Jahren noch immer ein Minus von 13,6%. 

Betrachtet wurden die durchschnittlichen Passantenfrequenzen am Dienstag, 14. September 2021 (16 bis 18 Uhr), und am Samstag, 18. September (14 bis 16 Uhr). Unter dem Strich bleibt der Samstag auch 2021 der Top-Einkaufstag der Woche: Dort liegt die Passantenfrequenz um 113% höher als am Dienstag.

Während 23 Einkaufsstraßen mehr als 20 Prozent weniger Passanten zu verzeichnen hatten – die Königstraße in Stuttgart sogar ein Minus von 50,1% –, konnten 71 Zählpunkte im September dieses Jahres mit höheren Passantenfrequenzen aufwarten. Hier stechen sieben Einkaufslagen mit einem Plus von mehr als 50% hervor:

  • ​Goethestraße in Frankfurt a.M. (+139 %)
  • Planken in Mannheim (+71,0 %)
  • Ehrenstraße in Köln (+68,0 %)
  • Friedrichstraße am Checkpoint Charly in Berlin (+65,5 %)
  • Rathausgasse in Freiburg (+65,3 %)
  • Neue Schönhauser Straße (+56,4 %)
  • Rosenthaler Straße in Berlin (+52,4 %)

Genau wie der Samstag konnte auch der Dienstag als Zähltag im Jahr 2021 noch nicht wieder an die Resultate aus den Vorjahren anknüpfen. Mit einem Minus von 7,2% im Vergleich zum Jahr 2020 und -21,4% zum Jahr 2019 hinkt die Entwicklung dem traditionellen Shopping-Tag Samstag hinterher. Neben dem Einflussfaktor „Touristen“ wirkt sich dort die Abnahme der Büroarbeit spürbar aus.

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Helge Neumann / 04.10.2021 - 15:21 Uhr

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