Vorjahresumsatz soll 2021 übertroffen werden

So entwickelt sich Schuh Mücke

Schuh Mücke in München (Foto: Redaktion)
Schuh Mücke in München (Foto: Redaktion)

Schuh Mücke hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem deutlichen Umsatzminus abgeschlossen. Der Entwicklungsrahmen des ANWR-Tochterunternehmens wurde um zwei Jahre verlängert.

Das Geschäftsjahr 2020 stand für Schuh Mücke ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. „Zunächst die Schließungen im Frühjahr, dann die zögerliche Erholung nach Wiedereröffnung unter den Hygieneauflagen und dann noch die neuerliche Schließung im Weihnachtsgeschäft – das alles führte zu einem massiven Umsatzausfall um 18,9% auf netto 83,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr von 103,4 Mio. Euro“, erläuterte ANWR-Vorstand Fritz Terbuyken im Rahmen der Generalversammlung 2021. In Folge der Filialschließung habe sich Schuh-Mücke auf den Ausbau des Onlinegeschäfts fokussiert. „Der Onlineumsatz betrug 2,4 Mio. Euro. Das entspricht einem Umsatzanteil von 2,9%. Eine niedrige Quote im Vergleich zu anderen Unternehmen der Schuhbranche“, so Terbuyken. Die im Februar 2020 eröffnete Filiale in München musste nach zwei guten Eröffnungswochen pandemiebedingt schließen und hat nach Angaben der ANWR bisher noch nicht den Planumsatz erreicht. Die Schuh-Mücke-Gruppe erzielte 2020 einen Rohertrag von 30,3 Mio. Euro, 13,5 Mio. Euro weniger als im Vorjahr.  Das EBITDA lag mit -4,4 Mio. Euro um 10,8 Mio. Euro unter dem Vorjahr.

Schuh Mücke: aktuelle Geschäftsentwicklung

Im laufenden Jahr hat sich Schuh Mücke laut ANWR ähnlich zur allgemeinen Marktlage entwickelt. „Wie fast alle im Schuheinzelhandel waren wir in der Kalenderwoche 20, nach dem Ende des Lockdowns, bei einem aufgelaufenen Minus von 30%. Wir sehen jedoch im aktuellen Umsatzverlauf eine erfreuliche Entwicklung, die wir vor allem in dem besonderen Format begründet sehen“, so Terbuyken. Großflächen hätten nach dem Lockdown für den Verbraucher offensichtlich eine höhere Akzeptanz als andere Formate.  Umsatztreiber seien in diesem Jahr bisher vor allem die Kinderschuhe, das Outdoorsegment und nach wie vor die Sport-Sneaker. Der aufgelaufene Umsatz liegt aktuell noch 4,5% unter dem Vorjahresumsatz. „Das Team von Schuh-Mücke hat sich als Ziel vorgenommen trotz der in diesem Jahr erheblich längeren Schließungswochen den Vorjahresumsatz noch zu übertreffen.“ Der Onlineumsatz liegt aktuell bei 4,9 Mio. Euro aufgelaufen, möglicherweise könnten 6 Mio. Euro bis Jahresende erreicht werden. 

Entwicklungsrahmen für Schuh Mücke verlängert

Auf der Generalversammlung der ANWR 2014 in Rotterdam wurde ein Entwicklungsrahmen für Schuh Mücke vereinbart, der u.a. eine Begrenzung in der Expansion der Schuhflächen bis maximal 40.000 qm vorsah. Aktuell bewirtschaftet Mücke eine Schuhverkaufsfläche über alle Filialen von rund 34.000 qm. Fritz Terbuyken: „Den in Rotterdam vorgesehenen Rahmen haben wir bisher nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil, wir haben die Flächen gegenüber 2015 leicht reduziert. Aktuell fokussieren wir uns auf die Sicherstellung der Rentabilität und die Optimierung der Prozesse. Der Vorstand hat daher dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den anlässlich der Generalversammlung in Rotterdam fixierten Rahmen zu belassen und bis zur Generalversammlung im Jahr 2023 zu verlängern.“ Der Aufsichtsrat habe diesem Vorschlag zugestimmt. „Seien Sie versichert, dass wir in den nächsten Monaten ganz hohe Achtsamkeit auf die Wiederherstellung der Profitabilität legen werden, damit der Nutzen von Schuh-Mücke für uns als Genossenschaft weiterhin spürbar bleibt.“ 

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Helge Neumann / 21.09.2021 - 15:49 Uhr

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