Corona-Krise

So planen Bund und Länder die Öffnung

Am 3. März beraten Bund und Länder erneut über den Lockdown. Laut einem Medienbericht soll dann auch eine Öffnungsstrategie beschlossen werden, die Bedingungen für die schrittweise Lockerung nennt.

Das Nachrichtenmagazin „Business Insider“ beruft sich auf ein vertrauliches Eckpunkte-Papier, das in Beratungen von Bund und Ländern entstanden sei. Demnach soll es ab einer sieben Tage lang stabilen Inzidenz von weniger als 35 in einer Region alle zwei Wochen Öffnungsschritte geben. Allerdings gilt die Voraussetzung, dass die Inzidenz unter 35 bleibt. Auch Faktoren wie der R-Wert oder die Intensivbettenauslastungen sollen eine Rolle spielen. 

Laut „Business Insider“ planen Bund und Länder, ab einer 7-Tages-Inzidenz von unter 35 zunächst wieder Treffen von fünf Personen aus zwei Haushalten zu gestattet. Bislang dürfen sich nur maximal zwei Personen aus zwei Haushalten treffen. Bleibt die Inzidenz nach diesem ersten Lockerungsschritt 14 Tage konstant oder sinkt weiter, sollen sich im nächsten Schritt zehn Personen aus drei Haushalten treffen dürfen. Erhöht sich die Inzidenz die darauffolgenden zwei Wochen nicht, sollen Treffen von zehn Personen ohne Haushaltsbeschränkung ermöglicht werden. 14 Tage danach wären dann wieder persönliche Kontakte ohne jegliche Beschränkung möglich.

Im Einzelhandel wolle man wie schon im Frühjahr 2020 nach Ladengröße schrittweise in den Normalbetrieb gehen, wobei womöglich wieder die Grenze von 800 Quadratmetern gelte, heißt es weiter. Auch im Handel sollen Beschränkungen wie Kundenanzahl pro Quadratmeter bei positiver Entwicklung schrittweise entfallen. 

Allerdings entwickelt sich die 7-Tages-Inzidenz derzeit nur noch seitwärts, nachdem sie in den vergangenen Wochen deutlich gesunken war. Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung der britischen Corona-Mutation rechnen zahlreiche Experten wie der Regierungsberater Rolf Apweiler damit, dass diese Zielmarke in naher Zukunft überhaupt erreicht werden könne. „Zumindest nicht bundesweit, da habe ich wenig Hoffnung“, so Apweiler. 

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Helge Neumann / 23.02.2021 - 14:55 Uhr

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