Corona-Krise

Spezialschuhhersteller Bleyer ist insolvent

Das Amtsgericht Bielefeld hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Spezialschuh-Herstellers Bleyer angeordnet. Grund für die Antragstellung sind Liquiditätsschwierigkeiten.

Rechtsanwalt Frank Schorisch von der Pluta Rechtsanwalts GmbH wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter von Bleyer bestellt. Durch die Corona-Pandemie und die Absage aller relevanten Sport- und Tanzveranstaltungen seien die Umsätze des gesamten Marktsegments für hochwertige Spezialschuhe im Profi- und Freizeitsportbereich stark eingebrochen, teilt Pluta mit. Davon sei auch der renommierte Schuhhersteller aus Herford betroffen. Trotz der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung laufe der Geschäftsbetrieb – unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften – uneingeschränkt weiter. Pluta-Experte Schorisch hat die 21 Mitarbeiter bereits über den aktuellen Stand informiert. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für die kommenden Monate gesichert. 

„Das Unternehmen und die hochwertigen Produkte verfügen über einen ausgezeichneten Ruf in der Branche und werden weltweit sehr geschätzt. Das ist eine gute Ausgangssituation. Die Situation ist nicht einfach, insbesondere die Unternehmensplanung ist aufgrund der aktuellen Corona-Lage eine Herausforderung. Aber wir sind zuversichtlich das Unternehmen erhalten zu können“, so das erste Fazit von Schorisch. Sobald Sportveranstaltungen, Turniere oder Meisterschaften wieder stattfinden könnten, werde die Nachfrage nach Spezialsportschuhen steigen. Da die Produkte von Bleyer weltweit gefragt seien und in einigen Ländern bereits Corona-Lockerungen beschlossen wurden, bestehe die begründete Hoffnung, dass die Umsätze zeitnah gesteigert werden könnten.

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Helge Neumann / 15.04.2021 - 08:30 Uhr

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