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Sport 2000 wächst im Corona-Krisenjahr

Margit Gosau und Hans-Hermann Deters (Foto: ANWR)
Margit Gosau und Hans-Hermann Deters (Foto: ANWR)

Die Sport 2000 GmbH hat trotz der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Krise das Geschäftsvolumen im vergangenen Jahr ausbauen können. Der Ausblick für 2021 fällt vorsichtig optimistisch aus.

„Auch in diesem Jahr hat sich unsere Strategie der ausgewogenen Händlerstruktur mit Spezialisten, Generalisten und E-Commerce- Partnern bewährt, da die Corona-bedingten Orderrückgänge nicht über sämtliche Einheiten gleichermaßen zu verzeichnen sind“, erklärt Sport 2000 Geschäftsführer Hans-Hermann Deters die Entwicklung. Das Wachstumin Höhe von 2% im 5-Länder-Verbund resultiert insbesondere aus Zugängen bedeutender Sport-Handelspartner in Deutschland, der Schweiz und in Belgien. Deutschland als größte Landesorganisation der Sport 2000 GmbH verzeichnet ein leicht rückläufiges Zentralregulierungsvolumen von -5%. „Neben den Zugängen ist die vergleichsweise robuste Entwicklung vor allem auf die Umsatzzuwächse bei den E-Commerce Partnern, im Running- Bereich sowie bei den Sneaker-Händlern zurückzuführen“, so Deters. 

Deutschland: heterogene Ergebnisse bei Außenumsätzen 

Entsprechend sieht auch die Entwicklung der Außenumsätze aus. Das stationär geprägte Sport 2000 Panel gibt insgesamt ein Minus von 7,8% aus. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede, je nach Region und Ausrichtung des Händlers. So haben sich die Individualsportarten, allen voran Running/Walking (+25%), Funwheel Sports (+48%) und Bike (+27%) 2020 deutlich positiv entwickelt. „Bei den stationären Lauf-Spezialisten und Multi- Kategorie-Spezialisten hat die Nachfrage nach Running-Produkten sogar in Teilen das lieferbare Angebot übertroffen. Hier haben sich unsere Partner sehr gut behauptet, indem sie auch während des Lockdowns den Kontakt zu ihren Kunden über die digitalen Kanäle gehalten haben“, ergänzt Sport 2000 Geschäftsführerin Margit Gosau. Auch im Outdoor-Bereich ist aufgrund der heterogenen Aufstellung mit Outdoor Profis, Generalisten mit Outdoor-Anteil und E-Commerce-Partnern mit hohem Volumen und Wachstum in Corona-Zeiten eine differenzierte Betrachtung notwendig. Nach dem ersten Lockdown konnte sich Outdoor zweistellig erholen, musste dann aber doch dem zweiten Lockdown vor Weihnachten Tribut zollen. Die erneute Schließung der Geschäfte hat leider am Ende des Jahres das aufgelaufene Ergebnis noch einmal deutlich beeinflusst (-7,2%). Anders sieht die Outdoor-Entwicklung im E-Commerce aus ‒ diese Kategorie gehört hier zu den außerordentlichen Corona- Gewinnern. In Einzelfällen konnten hier Zuwächse von bis zu 45% verzeichnet werden. 

Lieferanten: Outdoor und Running gewinnen 

Das Krisenjahr spiegelt sich auch im Lieferantenranking wider. Die großen Gewinner kommen aus den Segmenten Outdoor und Running. Den größten Sprung hat Patagonia gemacht (von 43 auf 20). „Grund für diese Entwicklung ist das hohe zweistellige Wachstum bei den etablierten Vertriebskanälen sowie das anhaltend überproportionale Wachstum bei neuen Partner-Unternehmen der Sport 2000“, erklärt Hans-Hermann Deters. Auch Vaude setzt seine seit Jahren starken Entwicklung unter den Top 10 weiter fort und steigt erneut auf (von 9 auf 8). Ebenso haben sich Oberalp (von 18 auf 11) und Icepeak (von 28 auf 19) enorm positiv entwickelt. Bei Running sind es vor allem Brooks (von 14 auf 10) und On (von 21 auf 17), die im Ranking nach oben klettern. Dieser Trend erfolgt zum Nachteil von Teamsport: Derbystar, Hummel und Uhlsport fallen in diesem Jahr aus den Top 20. 

Blick auf 2021 

„Unser Fokus liegt nach wie vor vollumfänglich darauf, auf die kritische Lage des Sportfachhandels aufmerksam zu machen und sämtliche uns zur Verfügung stehenden Hebel zu nutzen, um unsere Anschlusshäuser zu stärken“, läutet Hans-Hermann Deters den Blick auf 2021 ein. Mit der Hoffnung auf eine großflächige Impfung der Bevölkerung und der zeitnahen Öffnung der Geschäfte blicke Sport 2000 zugleich vorsichtig optimistisch in das neue Jahr. „Wir stellen auch fest, dass viele Partner sich mit Themen beschäftigen, die vorher liegen geblieben sind. Sortimente werden optimiert, die Anbindung an unsere Sport-Plattform und Warenwirtschaftssysteme angegangen und die eigene Ausrichtung überdacht. Das sind Überlegungen, die wir nur begrüßen können, passen sie doch perfekt zu unseren strategischen Fokusthemen der Profilierung, Spezialisierung und Digitalisierung, die wir 2021 gemeinsam mit unseren Partnern gezielt und mit ganz konkreten Hilfestellungen angehen werden“, so der gemeinsame Ausblick des Geschäftsführer-Duos. 

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Helge Neumann / 04.02.2021 - 15:18 Uhr

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