Schwieriger Start ins neue Jahr

Textil- und Modeindustrie: noch keine Besserung in Sicht

F/S 2021-Styles von Marc Cain (Foto: Marc Cain)
F/S 2021-Styles von Marc Cain (Foto: Marc Cain)

Die deutschen Textil- und Modehersteller melden teils dramatisch schlechte Umsatzzahlen. Immerhin: Die Geschäftserwartungen steigen im März deutlich an.

Laut dem Verband Textil + Mode begann das Jahr für die angeschlossenen Unternehmen mit einem Umsatzrückgang  um -49,6% bei Bekleidung; im Textilsegment beträgt der Rückgang -10%. Insgesamt hat die Branche laut dem Verband damit -25,8% weniger umgesetzt als im (Vorkrisen-)Monat Januar 2020. Die Beschäftigung sinkt ebenfalls weiter. Ende des Monats waren bei Textil -5,3% weniger Menschen beschäftigt, bei Bekleidung waren es -8,4%, zusammen -6,3%.
Die inländische Produktion geht weiter zurück, bei Textil jedoch, verbunden mit erheblichen monatlichen Schwankungen, weniger stark als bei Bekleidung, wo die Produktion in den vergangenen Monaten jeweils um mehr als -20% sank. Die Auftragseingänge erlitten nach einer kleinen Erholung Ende 2020 weiter einen Rückschlag und sanken im Januar: bei Textil um -2,5%, bei Bekleidung um -36,5%
Bei den Erzeugerpreisen bleibt es bei nur leichten Veränderungen. Der Umsatz im Bekleidungseinzelhandel ist im Monat Januar aufgrund der Lockdown-Maßnahmen extrem eingebrochen: -81,6%. Im gesamten Einzelhandel wurde -7,9% weniger umgesetzt.
Die Lage beim Außenhandel bleibt auch im neuen Jahr zunächst rückläufig: Textil exportiert im Januar -8,3% weniger, bei Bekleidung sind es sogar -22,4%. Auch bei den Einfuhren ist der aktuelle Befund unverändert: Während Textil allein aufgrund der weiter hohen Importe an textilen Materialien für Schutzausrüstung zulegt (+12,1%), sinken die Importe von Bekleidungswaren um -22,2%.
Der Einfuhrüberschuss sank im Januar um -5,8%. Die rohstoffeinfuhren gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um -15,9% zurück.

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Petra Steinke / 31.03.2021 - 09:09 Uhr

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