Schuhmarke wechselt Besitzer

Unternehmerfamilie Müller übernimmt Kandahar

Die Unternehmerfamilie Müller übernimmt die Schuhmarke Kandahar in ihr Portfolio, das unter anderem Kybun und Joya umfasst. (Foto: Ralph Dietsche)
Die Unternehmerfamilie Müller übernimmt die Schuhmarke Kandahar in ihr Portfolio, das unter anderem Kybun und Joya umfasst. (Foto: Ralph Dietsche)

Die Unternehmerfamilie Karl Müller übernimmt die Schweizer Schuhmarke Kandahar. Mit dem Besitzerwechsel wird der Produktionsstandort schrittweise verlegt.

Kandahar wurde 1932 von Fritz von Allmen gegründet. Zu Spitzenzeiten produzierte das Familienunternehmen in ihrer Schuh-Manufaktur im Berner Oberland mit den 30 Mitarbeitenden 15.000 Paar Schuhe pro Jahr. Die Verkaufszahlen seien in den vergangenen Jahren unter anderem wegen den immer wärmer werdenden Wintern und der Corona-Situation jedoch eingebrochen, teilen die beteiligten Parteien mit. Im Juli war das Traditionsunternehmen zudem noch von Hochwasser betroffen.

Die beiden Thurgauer Unternehmer Karl Müller III und Karl Müller IV - Vater und Sohn - erfuhren über einen gemeinsamen Bekannten, dass die Schuhmarke Kandahar auf der Suche einer Nachfolgelösung ist. „Es war wie so oft in unserem Leben ein Bauchentscheid“, erklärt Karl Müller III. Ihm und seinem Sohn ist es wichtig, dass die renommierte Marke nicht vom Markt verschwindet und in den Händen eines Schweizer Familienunternehmens bleibt. Dazu Karl Müller IV: „Wir glauben an einen nachhaltigen Erfolg der Marke Kandahar. Jetzt gilt es diese zuerst zu stabilisieren und danach die Marke kontinuierlich weiter aufzubauen und wieder zu etablieren.“

Produziert werden die Kandahar-Schuhe künftig in der bestehenden Kybun-Manufaktur in Sennwald. Mittel- und langfristig sollen dort zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Das erste Modell der neuen Kandahar-Ära wird voraussichtlich im Herbst 2022 auf den Markt kommen. Über den Verkaufspreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

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Helge Neumann / 30.08.2021 - 09:37 Uhr

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