Schuhindustrie

VDMA TFL zieht Bilanz

Elgar Straub, VDMA (Foto: Messe Frankfurt)
Elgar Straub, VDMA (Foto: Messe Frankfurt)

Die Corona-Krise trifft die Mitgliedsunternehmen des VDMA Fachverbands Textile Care, Fabric and Leather Technologies. 

Für den Zeitraum Januar bis November 2020 wurde ein Minus im Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr von real -18,3% und ein Rückgang im Umsatz von real -25,2% registriert. Der Maschinen- und Anlagenbau insgesamt zog eine gemischte Bilanz für das abgelaufene Jahr, so das Ergebnis der 9. VDMA- Blitzumfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, an der 575 Mitgliedsunternehmen teilnahmen. Vier von fünf Unternehmen schließen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang ab. Immerhin ist der Anteil der Firmen, die ein Minus vermeiden konnten, seit Ende September von 13 auf 21% gestiegen. „Zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer profitierten von der konjunkturellen Belebung im vierten Quartal des vergangenen Jahres und gingen mit Schwung ins neue Jahr. Etwa jedes sechste Unternehmen konnte dadurch das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus zwischen 0 und 10% abschließen”, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Aber auch die Unternehmen mit Umsatzrückgängen weisen geringere Verluste aus als noch im letzten Sommer befürchtet. Auf Basis der nun vorliegenden Umsatzzahlen 2020 melden 42% der Unternehmen Umsatzeinbußen in Höhe von 10 bis 30%. Anfang Juli 2020 erwarteten noch 54% der Betriebe einen Umsatzrückgang in dieser Größenordnung“, analysiert er.

Für 2021 sind viele Unternehmen gleichwohl zuversichtlich, die Folgen der Pandemie Schritt für Schritt überwinden zu können. Etwa drei von vier Unternehmen rechnen mit einem Umsatzwachstum. Fast jedes zweite Unternehmen stuft ein Plus zwischen 0 und 10% als realistisch ein. Je 43% der Unternehmen erwarten Fortschritte insbesondere auf den Absatzmärkten China und Nordamerika. Auf dem Absatzmarkt China halten sogar weitere 14% der Unternehmen eine deutliche Verbesserung für möglich. „Die Entwicklung auf den europäischen Absatzmärkten einschließlich Deutschlands sehen die Maschinen- und Anlagenbauer dagegen weniger positiv. Speziell in Deutschland erwarten 65% keine Veränderung zum Besseren“, erläutert der VDMA-Chefvolkswirt. „Auch wenn die Ergebnisse dieser Blitzumfrage im Großen und Ganzen erfreulicher als noch im Herbst 2020 ausfallen, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir speziell im ersten Quartal mit Rückschlägen rechnen müssen. Grundsätzlich bleibt die Lage im Maschinenbau im laufenden Jahr äußerst labil und angespannt. Für eine Entwarnung ist es zu früh.“

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Helge Neumann / 03.02.2021 - 20:45 Uhr

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