Corona-Krise im Einzelhandel

Verbände: Läden im Lockdown nicht öffnen

Laut einem Medienbericht planen Tausende Händler, am kommenden Montag trotz Verlängerung des Lockdowns ihre Geschäfte zu öffnen. Zwei Verbände mahnen zur Gesetzestreue.

Wie der Nachrichtensender ntv berichtet, haben sich tausende Händler und Gewerbetreibende in einer Telegram-Gruppe „Wir machen auf - kein Lockdown mehr“ zusammengeschlossen und kündigen dort an, am 11. Januar trotz Verlängerung des Lockdowns bis Ende des Monats ihre Geschäfte öffnen zu wollen.

Sowohl der Handelsverband Deutschland (HDE) als auch der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sprachen sich gegen entsprechende Pläne aus. „Für den Handel steht die wirkungsvolle und schnelle Bekämpfung der Pandemie an erster Stelle“, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) ntv mit. „Die Händler leisten dazu einen großen Beitrag und halten sich flächendeckend an die staatlichen Vorgaben.“ Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin von Dehoga, erklärte: „Bei allem Verständnis für den maximalen Frust, den Unmut und die immer größer werdende Verzweiflung appellieren wir an die Unternehmer, die Restaurants nicht zu öffnen und nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen.“

Der Handelsverband Bayern bewertete die Ankündigungen vor allem als „Hilfeschrei“. Während das Gastgewerbe Umsatzausfälle durch die Novemberhilfe zu 75% ersetzt bekomme, lasse die Politik den Handel "am ausgestreckten Arm verhungern", sagte Geschäftsführer Bernd Ohlmann der Deutschen Presse-Agentur. "Bis jetzt ist nur heiße Luft gekommen."

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Helge Neumann / 07.01.2021 - 09:37 Uhr

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