Arbeitsniederlegungen an sieben Standorten

Verdi ruft zu Streiks bei Amazon auf

Orhan Akman ist Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel bei Verdi. (Foto: Kay Herschelmann)
Orhan Akman ist Bundesfachgruppenleiter Einzel- und Versandhandel bei Verdi. (Foto: Kay Herschelmann)

Um das Weihnachtsgeschäft des weltweit größten Onlinehändlers Amazon empfindlich zu stören, hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten an sieben Versandzentren zu Streiks aufgerufen.

Mit Beginn der Nachtschicht zum Montag wollten Beschäftigte in Graben bei Augsburg, Leipzig, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Werne, Rheinberg und Koblenz in den Streik treten. In Koblenz hatten Beschäftigte des Onlineriesen bereits von Donnerstag bis Samstag die Arbeit niedergelegt.

Mit dem Ausstand im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft reagiert die Gewerkschaft nach eigenen Angaben auf Aussagen des neuen Deutschland-Chefs von Amazon, Rocco Bräuniger, der wie sein Vorgänger keinen rechtsverbindlichen Tarifvertrag für die Beschäftigten mit Verdi abschließen will. „Herr Bräuniger hat in einem Interview angekündigt, dass er den gewerkschaftsfeindlichen Kurs seines Vorgängers Ralf Kleber fortsetzen will“, kritisierte Orhan Akman, bei Verdi zuständig für den Einzel- und Versandhandel. „Vielleicht hat er bei seiner Tätigkeit in Großbritannien und Australien vergessen, dass in Deutschland die Gewerkschaften für das Zustandekommen der Tarifverträge zuständig sind und Betriebsräte die Einhaltung überwachen. Die Gesetze unseres Landes gelten auch für hier tätige US-Konzerne. Verdi wird nicht zulassen, dass Amazon eine tariflose Zone bleibt.“

Mit Beginn der Nachtschicht zum Montag wollten Beschäftigte in Graben bei Augsburg, Leipzig, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Werne, Rheinberg und Koblenz in den Streik treten. In Koblenz hatten Beschäftigte des Onlineriesen bereits von Donnerstag bis Samstag die Arbeit niedergelegt.

Mit dem Ausstand im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft reagiert die Gewerkschaft nach eigenen Angaben auf Aussagen des neuen Deutschland-Chefs von Amazon, Rocco Bräuniger, der wie sein Vorgänger keinen rechtsverbindlichen Tarifvertrag für die Beschäftigten mit Verdi abschließen will. „Herr Bräuniger hat in einem Interview angekündigt, dass er den gewerkschaftsfeindlichen Kurs seines Vorgängers Ralf Kleber fortsetzen will“, kritisierte Orhan Akman, bei Verdi zuständig für den Einzel- und Versandhandel. „Vielleicht hat er bei seiner Tätigkeit in Großbritannien und Australien vergessen, dass in Deutschland die Gewerkschaften für das Zustandekommen der Tarifverträge zuständig sind und Betriebsräte die Einhaltung überwachen. Die Gesetze unseres Landes gelten auch für hier tätige US-Konzerne. Verdi wird nicht zulassen, dass Amazon eine tariflose Zone bleibt.“

Helge Neumann / 20.12.2021 - 09:39 Uhr

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