European-Clearing-Center

Was ist Loqa?

Das ECC launcht das neue Loqa-System. (Foto: ECC)
Das ECC launcht das neue Loqa-System. (Foto: ECC)

Startschuss für Loqa. Am 17. Mai hat das European-Clearing-Center (ECC) das neue Loqa-System vorgestellt, das online und offline nahtlos verbinden soll.

Eine Prognose wollte Daniel Prause nicht wagen. Laut dem Vertriebsleiter des ECC ist derzeit noch völlig unklar, wie die Zukunft des Handels nach Corona aussehen wird. Fest stehe lediglich, dass sich die Kunden und ihre Kaufgewohnheiten unter dem Eindruck der Krise verändert haben. „Wir haben uns zum homo digitalis weiterentwickelt“, so der Experte. Umfragen zeigten, dass die Akzeptanz von digitalen Tools auf den Verkaufsflächen deutlich gestiegen sei. Für drei Viertel der Menschen sei Technologie bereits fester Bestandteil des Einkaufsprozesses. Und knapp zwei Drittel würden in einem Geschäft Artikel bestellen, die nicht im Bestand sind und die sie nicht anprobieren können. Die Antwort auf diese Anforderungen sei Loqa, so Daniel Prause. 

„Mit SPOCC sind im ECC alle Informationen und Materialien vorhanden, die die App als Futter braucht. Gleichzeitig kennen wir die Probleme der kleinen Händler, sich in Sachen Digitalisierung gegen internationale Konzerne durchsetzen zu müssen. Besonders seit der Pandemie kämpfen viele unserer Kunden um ihre Existenz und sind mit den Herausforderungen des Onlinehandels leider oft überfordert. Unsere Idee war es daher, ein System zu schaffen, das gezielt lokalen Händlern hilft.“ Loqa ermögliche „seamless shopping“, in dem es vier unterschiedliche Funktionalitäten miteinander verknüpft. Dazu gehört Digital Showrooming über Self-Service-Terminals auf der Verkaufsfläche. Diese können von den Kunden genutzt werden, um sich über Produkte zu informieren oder direkt einen Kaufprozess auszulösen. Über die Anbindung von Filialen und Herstellerläger können zudem Live-Bestände gecheckt werden. Als Sales Assistance kann Loqa zudem die Mitarbeitenden im Verkauf bis hin zum mobilen Bezahlprozess unterstützen. 

Dritte Funktion ist Mobile Shopping. „Das System funktioniert über einen QR-Code, der mit dem Smartphone gescannt werden kann. Es ist keine Installation einer App notwendig. Das war uns wichtig, um die Einstiegshürden für den Endnutzer so gering wie möglich zu gestalten und auch nicht-technikaffine Leute zu erreichen“, so Daniel Prause. Loqa sei 100% DSGVO-konform und solle einen bewussten Kontrapunkt zur Daten-Sammelwut internationaler E-Commerce-Firmen darstellen. Abgerundet wird das Leistungsspektrum durch eine digitale Größenempfehlung. Dazu kooperiert das ECC mit  Match and Fit. Das Unternehmen von Ex-Ara Vorstand Tobias Zimmerer ermöglicht es, die richtige Schuhgröße über die Smartphone-Kamera zu ermitteln. 

Zum Start zahlen neue Teilnehmer in den ersten 6 Monaten keine Einrichtungsgebühr und keine Lizenzkosten. Alles, was die teilnehmenden Händler brauchen, sind ein EDI-fähiges Warenwirtschaftssystem und ein Datenaustauschvertrag mit dem ECC. Weitere Informationen unter www.loqa.io 

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Helge Neumann / 21.05.2021 - 08:35 Uhr

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