Passantenfrequenzen in Europa

Welche Einkaufsstraßen ziehen die meisten Kunden an?

Stadt-Panorama von Köln. (Foto: Unsplash / Eric Weber)
Stadt-Panorama von Köln. (Foto: Unsplash / Eric Weber)

Eine neue Studie zur Passantenfrequenz von BNP Paribas Real analysiert die Passantenzahlen in den Haupteinkaufsstraßen von 34 europäischen Großstädten.

Der Bericht bietet eine Momentaufnahme der allgemeinen Marktsituation in den Luxusmeilen der 34 wichtigsten europäischen Metropolen. Die Passantenfrequenz zählt zu den Hauptindikatoren in Bezug auf die Umsatzstärke eines Einzelhandelsstandorts, sie ist jedoch allein betrachtet nicht aussagekräftig genug. Die wichtigste Kennzahl einer Einzelhandelslage ist die Konversionsrate (Verhältnis zwischen Passantenzahl und konkreten Käufen). So können in manchen Gegenden mit einer geringeren Passantenfrequenz (etwa in einigen Luxus-Einkaufsstraßen) trotz einer niedrigeren Kundenzahl höhere Umsätze erzielt werden. „BNP Paribas Real Estate freut sich, nun die zweite paneuropäische Studie zur Passantenfrequenz vorlegen zu können. Die Ergebnisse der Analyse deuten darauf hin, dass sich ein gewisses Maß an Normalität in den europäischen Innenstädten wieder einstellt: Der stationäre Handel ist insbesondere in den Innenstädten nach wie vor attraktiv. Zudem werden dort aktuell eine Reihe neuer Einzelhandelsmodelle und -formate erfolgreich etabliert”, sagt Patrick Delcol, Head of Pan European Retail bei BNP Paribas Real Estate.

Passantenzahlen in den 20 wichtigsten Einkaufsstraßen: Hauptstädte

Die fünf wichtigsten europäischen Einkaufsstraßen befinden sich in den Hauptstädten von Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich. Wie schon in der ersten Studie zur Passantenfrequenz (2017) liegt in London die Oxford Street weiterhin an der europäischen Spitze, die Regent Street auf Rang drei, die den Abstand zum Spitzenreiter jedoch verkürzt hat. Madrid belegt mit der Gran Vía und einer Passantenzahl von 60.800 am Zähltag den zweiten Platz im Vergleich der europäischen Hauptstädte. Die Calle de Preciados liegt im Ranking auf Position 6. Mailand erweist sich als widerstandsfähig und gehört mit der Corso Vittorio Emanuele II (Platz 4) weiterhin zur europäischen Spitze. Paris ist mit drei Straßen in den Top 20 vertreten. Dabei ist die Champs-Elysées (Platz 5) nach wie vor führend, aber auch die Rue de Rivoli nimmt eine Spitzenposition ein (10. Platz, 36.000 Passanten), der  Boulevard Haussmann auf Rang 13.

Passantenzahlen in den 40 wichtigsten Einkaufsstraßen: Hauptstädte und regionale Städte

Betrachtet man die Top-40-Einkaufsstraßen der 34 untersuchten europäischen Metropolen, so schneiden deutsche Städte bei der Passantenfrequenz im Stadtzentrum ausgezeichnet ab, wobei Köln den ersten Platz im Ranking belegt. München und Frankfurt folgen (hinter London) auf den Positionen drei und vier. Als touristischer Hotspot ist Barcelona weiterhin in den Top 10 der wichtigsten Einkaufsstraßen in Europa vertreten, verliert aber im Vergleich zu 2017 an Boden gegenüber Madrid. Auch Rom verzeichnet eine allmähliche Erholung des Tourismus. In Belgien steht die Einkaufsstraße Meir in Antwerpen hinsichtlich der Passantenzahlen weiterhin an der Spitze des Rankings, gefolgt von der Rue Neuve in Brüssel. Auch Manchester (22) und Bilbao (24) nehmen gute Plätze im Ranking ein, was auf ihre hohe regionale Anziehungskraft zurückzuführen ist.

Die Passantenzahlen in den 25 wichtigsten Luxusmeilen

Im Luxussegment sind die Top 3 gegenüber dem Jahr 2017 unverändert. So belegen die Luxus-Einkaufsstraßen in London, Paris und Barcelona weiterhin die Spitzenpositionen. München folgt an vierter Position mit der Theatinerstraße, die in den vergangenen vier Jahren immer exklusiver geworden ist. Auch die unterschiedlichen Einkaufsmeilen in Kopenhagen gehören erneut zum Spitzenfeld und sind die wichtigsten in der Nordics-Region. Im Premiumsegment dominieren Düsseldorf, Rom und Wien.

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Helge Neumann / 22.12.2021 - 12:51 Uhr

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