Zustandsanalyse und Ausblick

Wie die deutsche Leder- und Schuhbranche bestehen kann

Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigen Industrieforscher Wege in eine zukunftsfähige Leder- und Schuhindustrie auf.

Wo steht die deutsche Lederindustrie? Welche Herausforderungen hat die Schuhbranche zu meistern? Wie können sich Betriebe zukunftsfähig aufstellen? Diese Fragen versuchten die am Mannheimer Institut für Marktorientierte Unternehmensführung angestellten Forscher Jürgen Dispan und Laura Mendler in einer von der Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie zu klären. Wie aus dem über 100-seitigen und frei verfügbaren Working Paper hervorgeht, ist die deutsche Lederherstellung immer noch eine Schlüsselindustrie, obwohl nach Schrumpfungsprozessen nur noch 128 Betriebe 21.000 Menschen in der Branche beschäftigen. Die deutsche Lederindustrie habe sich in der Zwischenzeit im globalen Preiskampf auf die Produktion qualitativ hochwertiger Premiumprodukte umgestellt. Um diese Marktposition weiterhin besetzen zu können, müsse die Industrie, weiter in nachhaltige Produktion investieren, „auch um Imageproblemen bezogen auf das Produkt, auf Umweltthemen und auf die Sorgfaltspflicht in den Lieferketten zu begegnen“, geht aus der Studie hervor. Weiterhin müsse man für für langfristigen Erfolg attraktiv für gut ausgebildete Fachkräfte bleiben. Die Forscher plädieren daher für eine stärkere Tarifbindung der Schuhindustrie, um sich im Fachkräftewettbewerb attraktiv aufzustellen.

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Christopher Mastalerz / 21.07.2021 - 14:40 Uhr

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