„Freuen uns wie Bolle“

Wie sich Leder Horn auf den Start in Rheinland-Pfalz vorbereitet

Susi und Ralph Leibbrand leiten das Fachgeschäft Leder Horn in Landau. (Foto: LederHorn / Robach)
Susi und Ralph Leibbrand leiten das Fachgeschäft Leder Horn in Landau. (Foto: LederHorn / Robach)

In Rheinland-Pfalz dürfen ab 1. März auch Lederwarengeschäfte unter Auflagen wieder öffnen. Mit von der Partie ist Leder Horn aus Landau.

„Wir freuen uns ,wie Bolle‘, dass wir eine Perspektive haben, auch wenn sie noch überschaubar ist.“ Lederwarenfachhändler Ralph Leibbrand von Leder Horn in Landau kann ab nächster Woche in sechs Filialen in Rheinland-Pfalz endlich wieder öffnen. Außerdem bietet er in seinem Geschäft im baden-württembergischen Bruchsal Ergonomieberatungen für den Schulranzenkauf an.

Die Nachfrage ist da. „Wir haben für nächste Woche viele Termine vergeben, da wir uns in den letzten Jahren im Bereich Schule einen Namen gemacht haben.“ Termine konnten via Email, telefonisch und über ein Online-Tool vereinbart werden.

Das Hygienekonzept steht. Die Türen bleiben offen. Auf einem Rollwagen finden die Kunden Desinfektionsmittel und tragen sich in eine Liste für die Nachverfolgung ein, führt Ralph Leibbrand aus.

Seit November letzten Jahres pflegt Leder Horn für jede Filiale eine eigene Facebook-Seite. Dort informierte der Händler über die baldige Öffnung der Geschäfte. Auch die Kindergärten wurden angeschrieben.

Ralph Leibbrand blickt aktuell mit Optimismus in die Zukunft. Dazu trägt nicht nur die Öffnungsperspektive bei. „Die Zusammenarbeit mit der Industrie war aus meiner Sicht in der Pandemie vorbildlich. Das können nicht alle Branchen sagen.“ Und: In diesen Tagen geht sein neuer Online-Shop an den Start, den er zusammen mit fünf Kollegen aus der Lederwarenbranche betreibt.

Diese positiven Entwicklungen mildern ein wenig den Ärger über einige Corona-Maßnahmen, die er nicht nachvollziehen kann. Ein Beispiel: Während er in seinem Geschäft in Bruchsal Ergonomieberatungen mit Termin durchführen kann, müssen seine Türen im 15 Kilometer entfernten Karlsruhe geschlossen bleiben – während gleichzeitig der Schreibwaren- und Papeteriehändler mit großer Schulranzenabteilung öffnen darf…

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Tobias Kurtz / 25.02.2021 - 12:34 Uhr

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