„Schuhkompetenz besser nutzen“

Astormueller startet neue Damenschuh-Marke

Bagatt umfasst Damenschuhe im mittleren bis gehobenen Preissegment. (Foto: Astormüller)
Bagatt umfasst Damenschuhe im mittleren bis gehobenen Preissegment. (Foto: Astormüller)

Der Schuhanbieter Astormueller will sich neu aufstellen und lanciert zur H/W 22/23-Saison die Damenschuh-Marke Bagatt.

Die Marke wurde in den 80er-Jahren in Norditalien gegründet. Es habe sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben, die Marke zu übernehmen, teilt Astormueller mit. Modisch und preislich liege Bagatt in der Marktmitte. Mit gezielten Kapselkollektionen sollen zudem auch höhere Preislagen angepeilt werden.

In einem Video zum Launch der Marke schildert Astormueller-CEO Holger Rosemann, man habe sich schon seit längerer Zeit mit der Frage beschäftigt, „wie wir unsere exzellente Schuhkompetenz besser nutzen können.“ Speziell das Damensegment, in dem das Unternehmen „sehr hohe Wachstumszahlen“ verzeichne. Daraus sei die Entscheidung entstanden, eine neue Marke, losgelöst vom Bugatti-Portfolio, in den Markt zu bringen.
Dafür wurde das Design- und Produktteam erweitert und eine europanahe Produktion aufgebaut, um Nachorder und Trendkollektionen innerhalb von vier bis acht Wochen auf die Fläche bringen zu können. Die Nachlieferfähigkeit umfasst laut Astormueller-CSO Frank Schmitz auch Einzelpaare: „Wir glauben, dass es in diesem Preissegment sinnvoll für den Händler ist, nur Schuhe nachzuordern, die gerade verkauft worden sind.“

Der Launch der Marke soll laut dem Unternehmen mit „langfristig angelegten 360-Grad-Aktivitäts- und Kommunikations-Kampagnen im stationären Handel“ begleitet werden, darunter Aktionen am Point of Sale, gezielte Events in europäischen Städten und Marketing auf Social Media-Kanälen. Dafür seien jährliche Investitionen in Millionenhöhe geplant.

In einem Video zum Launch heißt es, der Marktstart von Bagatt sei ein für die Industrie noch nie dagewesener Markenlaunch, in dessen Fokus der stationäre Handel stehe, der, so Schmitz, „einen großen Umsatzanteil“ für das Unternehmen bedeute. Bewusst habe man sich für einen Start zur H/W-Saison 22/23 entschieden, weil dann die Stärke des Unternehmens im Bereich Lederschuhe besonders zum Ausdruck komme. Verzögerungen in den Plänen hätten allerdings die Corona-Pandemie und die Eintragung der Markenrechte mit sich gebracht. 

Das Herren-Segment soll weiterhin über die Marken Bugatti und Hechter Paris vorangetrieben werden. Speziell Bugatti Herren „ist und bleibt die zentrale Herrenschuhmarke für Astormueller“, so Holger Rosemann im Video. Im Herrenschuhsegment liege der Schwerpunkt stark auf der Internationalisierung. Bugatti Herren soll neben Bagatt als Damenschuhmarke klar abgegrenzt werden. Neben Bagatt ist außerdem die Marke Elwin Neuzugang im Portfolio von Astormueller. Details zu dieser Marke gab Astormueller bislang nicht bekannt. 

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Petra Steinke / 21.03.2022 - 09:22 Uhr

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