Geschönter Higg-Score

Bericht wirft H&M Greenwashing vor

H&M-Filiale in Madrid (Foto: H&M)
H&M-Filiale in Madrid (Foto: H&M)

Recherchen des Wirtschaftsnachrichtenportals Quartz ergaben, dass H&M seine Scores beim Nachhaltigkeitsindex Higg geschönt haben soll.

Der Fast-Fashion-Konzern beschreibt in seinem Online-Shop an einigen Artikeln mithilfe einer „Scorecard“, wie viel Wasser und wie viele fossile Brennstoffe der Artikel im Vergleich zum Industriedurchschnitt verbraucht und errechnet damit den Higg-Index, einen industrieeigenen Nachhaltigkeitsstandard. Laut Quartz-Recherchen habe H&M auf den Scorecards jedoch in mehr als der Hälfte der Fälle einen Artikel nachhaltiger dargestellt als er tatsächlich ist. In vielen Fällen würden die Angaben auf der H&M-Website nicht mit denen auf der Higg-Website übereinstimmen. H&M habe bei der Programmierung der Website gar nicht vorgesehen, dass ein Produkt mehr verbrauche als der Durchschnitt. Ein Produkt, das laut Higg-Website 30% mehr Wasser verbrauche als der Durchschnitt würde laut H&M-Shop deswegen 30% weniger Wasser verbrauchen als üblich.

H&M pausiere nun die Veröffentlichung der Scorecards, so Quartz.

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Christopher Mastalerz / 05.07.2022 - 09:46 Uhr

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