„Wir sind made in Germany“

Birkenstock startet Bau des Werks in Pasewalk

So soll der neue Standort von Birkenstock in Pasewalk aussehen. (Grafik: Birkenstock)
So soll der neue Standort von Birkenstock in Pasewalk aussehen. (Grafik: Birkenstock)

Teilbaugenehmigung erteilt. Nach dem positiven Bescheid der zuständigen Behörde wird der Schuhhersteller mit den Arbeiten am neuen Projekt im Industriepark Berlin-Szczecin beginnen. Es wird deutlich teurer als geplant.

Die Erdarbeiten auf dem 120.000 qm großen Baufeld sollen zeitnah beginnen. Mitte des dritten Quartals 2022 soll das Fundament für das neue Werk von Birkenstock in Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) errichtet werden. Die jüngsten Entwicklungen an den Rohstoffmärkten sowie das aufwändige Standortkonzept haben aber laut dem Hersteller zu einem erheblichen Anstieg der Investitionssumme geführt: So belaufen sich die Investitionen nach letzten Berechnungen auf insgesamt rund 100 Mio. Euro – ein Plus von 25% gegenüber den ursprünglichen Planungen. Damit sei der Bau des neuen Werks die mit Abstand größte Einzelinvestition in der Geschichte des Traditionsunternehmens. Zudem stehe aktuell noch eine Ent­scheidung über mögliche öffentliche Fördermittel noch aus. Trotzdem soll am Zeitplan festgehalten werden.
Zugleich führen laut dem Hersteller Liefer­eng­pässe an den internationalen Stahlmärkten dazu, dass die Produktion am neuen Standort wohl erst Anfang des dritten Quartals 2023 anlaufen kann statt wie ursprünglich geplant Ende des ersten Quartals.
Mittelfristig sollen am neuen Standort rund 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Dadurch wird Birkenstock nach eigenen Angaben auf Anhieb zu einem der größten privaten Arbeitgeber in der Region zwischen den Metropolen Berlin und Szczecin. Oliver Reichert, CEO der Birkenstock Group, glaubt an das Vorhaben. „Mit dem Bau unseres neuen Werks schaffen wir die für unser weiteres weltweites Wachstum dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten – und zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in der Region. Damit sind unsere Investitionen auch ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland: Wir sind made in Germany.“
Die Bürgerinnen und Bürger Pasewalks sollen sich in den Sommerwochen bei einer Info­ver­anstaltung ein eigenes Bild von dem Investitionsprojekt machen können.

 
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Petra Steinke / 26.04.2022 - 11:05 Uhr

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