„Insgesamt erwarten wir Wachstum“

Das macht Onygo

Astrid Heinze, General Manager Onygo (Foto: Onygo)
Astrid Heinze, General Manager Onygo (Foto: Onygo)

Wie stellt sich Onygo den aktuellen Herausforderungen im Handel? Fragen an Astrid Heinze, General Manager der Deichmann-Tochter.

Frau Heinze, im Februar haben Sie einen neuen Store in Mannheim eröffnet. Sind weitere Openings geplant?

Astrid Heinze: Weitere Eröffnungen sind vor allem für die zweite Jahreshälfte geplant. Für uns gehören die stationäre Präsenz und unser Onlinegeschäft gleichwertig zum Geschäftsmodell. Entsprechend treiben wir beide Kanäle mit dem gleichen Ehrgeiz voran.
 

Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf 2022, nachdem die Corona-Beschränkungen für den Einzelhandel weggefallen sind?

Die Anteiligkeit der online und stationären Umsätze wird sich im Vergleich zu 2021 verschieben, aber insgesamt erwarten wir Wachstum. Die Kundinnen schätzen den stationären Handel, benötigen aber zusätzliche Möglichkeiten, vor allem im Bereich der Gastronomie. Und natürlich Anlässe für neue Outfits. Ein Wegfall der Beschränkungen in allen kulturellen Bereichen wird sich positiv auf die Kauflust der Kundinnen auswirken.
 
 

Glauben Sie an eine Rückkehr der Frequenz in den Innenstädten auf das Niveau von 2019?

Wahrscheinlich werden wir dieses Niveau mittelfristig nicht erreichen. Allerdings gibt es viele Bemühungen, wie Auto-freie Innenstädte und mehr, die positiv dazu beitragen können. Städte, Gemeinden, Handel und Gastronomie müssen hier eng zusammenarbeiten, weil sie es nur gemeinsam erreichen können.  


 

Das Interview mit Astrid Heinze lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 12. Hier geht es zum ePaper der Ausgabe. 

Was kann Onygo bzw. der stationäre Schuhhandel tun, um für mehr Frequenz zu sorgen?

Wir gestalten das Kauferlebnis für unsere Kundinnen so angenehm wie nur möglich. Unsere Zielkundin sucht auch nach ergänzenden Komponenten zum Onlineshopping. Die Frage ist nicht online oder offline, sondern vielmehr, wieviel Zeit möchte ich für meinen Kauf aufwenden? Wie viel Entertainment kann ich damit verbinden? Suche ich direktes Feedback von zum Beispiel meiner Freundin oder den netten Mitarbeitern im Verkauf? Wie festgelegt bin ich bereits oder befinde ich mich in der Inspirationsphase für neue Looks? Wichtig ist es, die Einschränkungen des Offline-Handels bezüglich der Produktauswahl so gering wie möglich zu gestalten. Stationär einzukaufen und dennoch vollen Zugriff auf das gesamte Sortiment zu bekommen, aber inklusive Beratung, ist ein klarer Vorteil des stationären Handels. Wenn das stationäre Erlebnis für die Kundinnen positiv ist, dann werden sie auch weiterhin gern in der Innenstadt oder Mall einkaufen gehen. 


 

Welchen Stellenwert genießt Social Media für Onygo?

Social Media ist, neben unseren Stores, einer der wichtigster Touchpoints, um direkt mit unseren Kundinnen zu interagieren. Gerade Instagram und TikTok sind dabei Plattformen, die aktuell die größte Relevanz besitzen. Wir haben auch bereits erste Erfahrungen und spannende Insights mit Live-Shopping sammeln können. Gerade die Integration von Mitarbeitern und Content Creators ist etwas, das wir in Zukunft weiter ausbauen wollen.


Welche Rolle spielen Influencer für Onygo?

Influencer und Content Creator sind schon immer ein Teil von Onygo. Es geht darum, mit glaubhaften Markenbotschaften, die die Vielfältigkeit von Onygo repräsentieren, eng zusammenzuarbeiten, um unsere Kundinnen über alle Kanäle zu inspirieren.
 

Viele Ihrer Lieferanten haben in den vergangenen Monaten das Direktkunden-Business ausgebaut. Wie reagieren Sie auf diese Entwicklung?

Markenvielfalt ist etwas, das ein Monobrand-Shop nicht bieten kann. Monokonzepte sind nur dann von Vorteil, wenn die Kunden ganz genau wissen, was sie möchten und sich auf Marken festgelegt haben. Aus unserer Erfahrung ist das nur ein kleiner Teil unserer Kundinnen. Ein kuratiertes Angebot, das auf unsere Zielkundin zugeschnitten ist, bietet uns einen großen Vorteil gegenüber der Monolabel-Shops.

 
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Redaktion schuhkurier / 23.03.2022 - 21:13 Uhr

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