Tretter-Jubiläum

Der bayrische Platzhirsch

Das Tretter-Schuhhaus in der Sendlinger Straße in München. Insgesamt führt die Unternehmensgruppe 29 Tretter- und Thomas-Filialen. (Foto: Tretter)
Das Tretter-Schuhhaus in der Sendlinger Straße in München. Insgesamt führt die Unternehmensgruppe 29 Tretter- und Thomas-Filialen. (Foto: Tretter)

Das Münchner Schuhhaus Tretter feiert in diesem Jahr sein 75. Firmenjubiläum. Was 1947 mit einem Schuhhaus begann, ist heute ein Einzelhandelsunternehmen mit 29 Filialen und einem modernen Online-Shop, in denen es Schuhe für die ganze Familie gibt.

In München kennt fast jeder das Schuhhaus Tretter. Das Traditionshaus ist ein fester Bestandteil der Stadt und hier „kaufen die Münchner Kindl ihre Schuhe“, sagte Geschäftsführer Thomas Tretter anlässlich der offiziellen Feier. Wie es sich für die bayrische Metropole gehört, gab es zum Geburtstag einen großen Bahnhof. Einer der Gratulanten war der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, der stolz erwähnte, dass Tretter lokale Arbeitsplätze sichere und das Stadtbild seit Jahrzehnten präge. Prominenter Gast war die Schauspielerin Jutta Speidel, Gründerin der Initiative Horizont e.V., die eng mit dem Schuhunternehmen zusammenarbeitet: „Mit Tretter verbinde ich nicht nur meine Liebe zu Schuhen. Die zahlreichen Schuhspenden an die Kinder in unseren beiden Häusern zeigen, dass sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung bewusst ist.“

Das Schuhhaus Tretter befindet sich in dritter Generation in Familienhand. „Heute ist das keine Selbstverständlichkeit“, so Thomas Tretter, der das Unternehmen mit seinen beiden Söhnen Gregor und Luca leitet. Gegründet wurde Tretter vor 75 Jahren von seinen Eltern Anny und Josef Tretter. „Ohne dem Geschick meiner Eltern, der Treue unserer Kundinnen und Kunden, aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem frischen Wind und Know-how meiner Söhne wäre dies nicht möglich“, erklärte Thomas Tretter mit Stolz. Ein Erkennungszeichen sei sicherlich die Rutsche im Stammhaus in der Fußgängerzone, die viele fest in ihren Kindheitserinnerungen verankert hätten. Anlässlich des besonderen Jubiläums hat der Schuhfilialist viele neue Ideen und Kampagnen umgesetzt. Der Jubiläums-Slogan „Tretter Schuhe – 75 Jahre auf Schritt und Tritt dabei“ lag auf der Hand: Von den ersten Schuhen überhaupt, über Party, Hochzeit und vielen weiteren Stationen im Leben seien Tretter Schuhe in jeder wichtigen Lebenssituation dabei. Angelehnt an den Slogan wurden ein Logo und ein visuelles Erscheinungskonzept entwickelt. In der Bildsprache wird der Slogan zusätzlich mit Motiven untermalt, welche Rolle gute Schuhe im Alltag spielen. Das Firmenjubiläum wird in den Filialen für die Kundinnen und Kunden sichtbar gemacht. Als dekorative Eyecatcher in den Schaufenstern dienen goldene Luftballons mit dem Jubiläums-Logo und „fliegende“ Schuhe mit goldenen Schleifen. Auf die Kunden warten attraktive Jubiläums-Angebote und verschiedene Giveaways wie den Tretterli-Bären als Schuh-Schlüsselanhänger für Kinder, Jubiläums-Tüten und Badges. Außerdem gibt es Verlosungsaktionen wie beispielsweise Fahrräder von Bugatti Shoes und ein Filialevent mit Superga, bei dem die Kunden ihr Wunschmotiv von einem Künstler auf ihre Schuhe besprühen lassen können.

Für das ganze Team ist im September eine große Firmenfeier geplant und als Dankeschön gibt es für jeden einen Gutschein. Fest in bayrischer Hand: Zur großen Schuhfamilie gehören 29 Tretter- und Thomas-Filialen in München, Parsdorf, Freising, Landshut, Regensburg, Würzburg, Straubing, Fürth Erlangen, Ingolstadt und Augsburg. „Stationär sind wir stark in München vertreten und richten uns nun auch in Richtung Nordbayern aus“, so Geschäftsführer Luca Tretter. Ab September kommen eine große Schuhfläche im Wöhrl-Stammhaus in Nürnberg dazu sowie ein neuer Tretter Store in Straubing. Zum Portfolio des Unternehmens gehören verschiedene Konzepte. In Innenstädten und Centern befinden sich die klassischen Tretter-Konzepte mit Damen-, Herren- und Kinder- und Sportschuhen. Hinzu kommt das Premium- und Luxuskonzept Thomas, das seit 1956 zum Portfolio gehört. Seit 2021 gibt es das Tretter-Family-Konzept, das eher Fachmarkt-Charakter hat und sich im Mittelpreissegment bewegt. Standorte mit diesem Format wurden in Freising, Ingolstadt und Landshut eröffnet. Luca Tretter betont: „Traditionell ist Tretter ein serviceorientiertes Unternehmen. Die Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeitenden liegt im Schnitt bei 20 Jahren. Unsere Verkäuferinnen und Verkäufer sind sehr gut ausgebildet. Dabei wollen wir auch bleiben. Wir sehen uns als Fullprice-Händler und wollen mit einem kuratierten Angebot und guter Beratung überzeugen.“ Was zeichnet das Schuhunternehmen aus? Luca Tretter fasst zusammen: „Standorte in besten Lagen. Stabilität und langjährige Geschäftsbeziehungen. Zeitgemäßer Online-Auftritt. Fach- und Beratungskompetenz. Hohe Anforderungen an die Qualität des Sortiments. Permanente Überarbeitung der Ladenbaukonzepte und hochwertige Präsentation.“ Und schließlich sei der persönliche Kontakt zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern und soziales Engagement ein Teil des Erfolgs. Natürlich hat auch Tretter in der Corona-Zeit gelitten. Luca Tretter erzählt: „Die Dynamik dieser herausfordernden Zeit hat gezeigt, wie wichtig es ist, teilweise über Nacht auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Wir haben aktiv reagiert und zum Beispiel Videoshopping in unseren Stores eingeführt. Die Kunden konnten uns via Videofunktion anrufen und das Verkaufspersonal hat sie dann durch das Sortiment geführt.“ Der Versand sei dann sofort erfolgt. So hätte das Schuhhaus wenigstens den Kontakt zu den Stammkunden aufrechterhalten. Für die Zukunft fühlt sich Tretter gut aufgestellt. „Auch während der Pandemie haben wir stets auf einen gesunden Wachstumskurs gesetzt und in einer Zeit, als viele Einzelhandelsunternehmen ihr Filialnetz verkleinert haben, neue Filialen eröffnet“, sagt Luca Tretter. „Wir glauben an den stationären Einzelhandel – aber nur in Kombination mit einer funktionierenden Online-Strategie. Der Online-Shop wurde deutlich aufgewertet und neu gelauncht, um den Kundinnen und Kunden die heute geforderten Omnichannel-Services bieten zu können.“ 

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Lisa Dartmann / 14.07.2022 - 16:02 Uhr

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