ZR-Volumen und Umsatz

Die ANWR zieht Halbjahresbilanz

Anlässlich der ANWR Order Summer No.1 in Mainhausen stellten Tobias Eichmeier und Helmut Wies, Geschäftsführer der ANWR Schuh GmbH, aktuelle Zahlen vor.

Bei der Zentralregulierung zeigen sich die Folgen der Corona-Pandemie deutlich. Ausgehend von 2019 – dem letzten Jahr vor der Pandemie – sank der ZR-Umsatz in 2020 um 22,6%. Im Jahr 2021 sank der ZR-Umsatz erneut im Vergleich zum Vorjahr (-15,7%). Aufgelaufen ergab sich ein Minus von 34,8%. Und auch wenn im laufenden Jahr die Zentralregulierung wieder an Volumen zulegt – laut Hochrechnung der ANWR Schuh GmbH um 14,7% – ergibt sich aufgelaufen doch ein deutliches Minus von 25,2% gegenüber 2019. Die Vergleiche sind aber laut den ANWR-Geschäftsführern nicht „like for like“ zu betrachten, weil von 2019 bis 2020 einige größere Händler aufgegeben hatten bzw. mussten.

Die Betrachtung der Außenumsätze zeigt ebenfalls, dass es zwar eine Erholung, aber noch keine Entwarnung gibt: Die Zahlen von 2019 sind weit entfernt. Per Juni liegen die ANWR-Händler um -19,8% unter dem Umsatz des Jahres 2019. Im Juni mussten die Händler ein deutliches Minus von 22,7% im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. „Das war eigentlich vorauszusehen, denn im Juni letzten Jahres hatten die Geschäfte nach dem Lockdown wieder geöffnet“, so Helmut Wies.  Der Juli wird laut Prognose mit einem Ergebnis von +23,9% abschließen. Insgesamt gebe es in der Händlerschaft erhebliche Schwankungen bei den Umsätzen. Zum Jahresende erwarte man ein Minus in Höhe von ca. 15% im Vergleich zu 2019, so Wies. „Die Herausforderungen sind derzeit mannigfaltig“, erklärt Tobias Eichmeier. Es lasse sich nicht genau sagen, welcher Aspekt gerade den stärksten Effekt auf die Umsätze hat. „Bei 40° gehen die Leute nicht mehr shoppen.“ Man sehe aber auch eine Kaufzurückhaltung im Online-Bereich. Das könne, so Eichmeier, ein Risiko für Herbst/Winter werden, weil im Onlinehandel derzeit ein enormer Warendruck herrsche, der zeitnah in den Markt gedrückt werden könnte. Aus Sicht von Helmut Wies ist eine generelle Kaufzurückhaltung schon seit Januar spürbar – also schon vor Beginn des Krieges in der Ukraine. Jedoch gebe es auch Händler, die inzwischen wieder auf 2019-Niveau lägen. „Wer in der Pandemie in seine Mitarbeiter investiert hat, steht heute besser da“, so Wies.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 04.08.2022 - 14:54 Uhr

Weitere Nachrichten