Studie

Drei Tipps für nachhaltige Immobiliennutzung

Viele Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz bleiben in Einzelhandelsimmobilien ungenutzt. Die HDE-Initiative Klimaschutzoffensive des Handels hat in einer Studie festgestellt, wie es auch anders gehen könnte.

Das Berliner Forschungsinstitut Adelpi und die Klimaschutzoffensive des Handels haben gemeinsam versucht, die Ursachen für das sogenannte Mieter-Vermieter-Dilemma zu analysieren. Mieter und Vermieter schieben sich gegenseitig die Verantwortung für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen zu und am Ende bleiben die bestehenden Möglichkeiten ungenutzt. In der Studie wurde festgestellt, dass Vermieterinnen und Vermieter mit finanziellen Anreizen eher zu entsprechenden Investitionen bereit wären. Darunter fallen Förderprogramme oder Steuererleichterungen. Diese müssten vor allem unkompliziert zu beantragen sein. Eine weitere Chance, dass beide Seiten Verantwortung für das Thema übernehmen, ist eine Aufteilung des CO2-Preises zwischen Mieter und Vermieter. Dies werde aktuell von der Bundesregierung geplant und von der Studie als sinnvolle Maßnahme angesehen. Als dritte Maßnahme werden in der Studie sogenannte grüne Mietverträge vorgeschlagen. „Bei grünen Mietverträgen könnten beide Parteien transparent an der Reduzierung des Energieverbrauchs einer Immobilie und ihrer nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung mitwirken“, erklärt Adelphimanagerin und Studienautorin Jasmin Paulus. Mit gemeinsam festgelegten Verträgen über eine möglichst nachhaltige Nutzung der Immobilie durch den Mieter und eine Instandhaltung durch den Vermieter werden beide Seiten zu nachhaltigem Handeln animiert.

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Christopher Mastalerz / 15.06.2022 - 09:39 Uhr

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