Würzburger Onlinehändler

Gebrüder Götz: Investor gefunden

Lagerverkauf des Würzburger Unternehmens Gebrüder Götz (Foto: Gebrüder Götz)
Lagerverkauf des Würzburger Unternehmens Gebrüder Götz (Foto: Gebrüder Götz)

Die Zukunft des insolventen Würzburger Onlinehändlers scheint gesichert. Ein Investor wurde gefunden: Er ist in der Branche kein Unbekannter.

Der Berliner Unternehmer Steffen Liebich hat sich als neuer Investor des Onlinehändlers Gebrüder Götz erfolgreich durchgesetzt. Dies bestätigten die Geschäftsführer Frank Beermann, Oleg Shpigel und Dr. Gordon Geiser gegenüber schuhkurier. Am heutigen Tag (15. Juni) wurde der Insolvenzplan beim Amtsgericht Würzburg eingereicht, mit welchem das Unternehmen auf eine seiner Gesellschaften übertragen wird. Das Angebot sieht vor, dass alle Arbeitsplätze am Standort Würzburg übernommen werden. Auch die Mitarbeiter des Unternehmens wurden heute informiert. Voraussichtlich Mitte Juli soll die Gläubigerversammlung stattfinden, die über das geplante Vorgehen endgültig entscheiden.

Am 21. März hatte Gebrüder Götz beim Amtsgericht Würzburg einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Der Geschäftsbetrieb lief seitdem weiter. Anfang Mai hatten die drei Geschäftsführer gegenüber schuhkurier erklärt, warum eine Investorensuche begonnen wurde: Man stehe vor gravierenden Veränderungen und müsse weiter in Prozesse und IT investieren. Ziel sei es zudem, neben den angestammten Märkten auch mit ausländischen Marktplätzen zusammenzuarbeiten. Für diesen Prozess benötige man einen strategischen Partner, der bereit sei, in das Unternehmen zu investieren.
Laut Gordon Geiser habe der angestoßene Investorenprozess eine breite Resonanz hervorgerufen. Daraus resultierend sei schließlich durch den Gläubigerausschuss der Auftrag erteilt worden, mit Steffen Liebich in eine finale Abstimmung zu gehen.
Das Unternehmen Gebrüder Götz hat im Geschäftsjahr 20/21 nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 60 Mio. Euro erwirtschaftet. Rund 1 Mio. Pakete werden pro Jahr verschickt; 600.000 aktive Kunden werden bedient. Die Retourenquote wird mit ca. 50% angegeben.

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Petra Steinke / 15.06.2022 - 16:00 Uhr

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