Grenzverkehr zwischen Bayern und Baden-Württemberg

HBW: Unterschiedliche Regeln belasten Einzelhandel

Der Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) beklagt, dass der Einzelhandel im Bundesland durch die unterschiedlichen Regeln in den Ländern leidet.

„Die Situation ist absurd. Während Kundinnen und Kunden in Ulm weiterhin die 2G-Vorgaben erfüllen müssen und Händler diese am Ladeneingang minutiös kontrollieren müssen, gibt es wenige Meter weiter in Neu-Ulm keine Zugangsbeschränkungen mehr“, erläutert HBW-Präsident Herman Hutter die Situation an der bayerisch-baden-württembergischen Grenze in einer Pressemitteilung. Während in Bayern die 2G-Regelung im Einzelhandel durch das Oberverwaltungsgericht ausgesetzt wurde, gilt sie im Südweststaat nach wie vor. Händlerinnen und Händler in Baden-Württemberg haben mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen, weil Teile der Kundschaft zum Einkaufen über die Landesgrenze fahren. In geringerem Maße sind ähnliche Effekte auch an der Grenze zur Schweiz festzustellen.

Filialisten mit Geschäften in beiden Bundesländern berichten von deutlichen Unterschieden in der Frequenz. „Während wir in unseren Filialen in Baden-Württemberg weiterhin massive Frequenzverluste verzeichnen müssen und die Kunden weiter ausbleiben, sehen wir, dass in Bayern seit der sukzessiven Aufhebung von 2G in Bayern ab der Kalenderwoche 52 und nun verstärkt seit Mitte der Woche wieder vermehrt Kunden in unsere Geschäfte strömen“, lässt sich Roland Reischmann vom in beiden süddeutschen Bundesländern aktiven Modeunternehmen Reischmann GmbH in der HBW-Meldung zitieren: „Jeder weitere Tag, an dem Zugangsbeschränkungen in Baden-Württemberg gelten, bedeutet für den Einzelhandel einen beträchtlichen zusätzlichen Umsatzverlust.“ Der HBW fordert daher, dass sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 24. Januar für die bundesweite Abschaffung von 2G- und 3G-Regeln im Einzelhandel einsetzt.

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Christopher Mastalerz / 24.01.2022 - 14:28 Uhr

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