Staatliche Regulierungen notwendig

HDE fordert Entlastung bei Energiepreisen

Stefan Genth (Foto: HDE/Hoffotografen)
Stefan Genth (Foto: HDE/Hoffotografen)

Der Krieg in der Ukraine führt zu steigenden Kosten für Energie und Strom. Der HDE fordert daher Entlastungen für Handel, Logistik und Kundschaft.

Der Handelsverband Deutschland sieht eine politische Regulierung der Energiepreise in Deutschland als notwendig an. „Der russische Krieg in der Ukraine hat bei Strom- und Energiepreisen zu einer Situation geführt, die die finanziellen Möglichkeiten vieler Handelsunternehmen, Logistiker und Privatverbraucher auf eine harte Belastungsprobe stellt. In dieser konkreten Kriegssituation ist der freie Markt mit seinen Mechanismen überfordert, deshalb braucht es dringend das zeitlich befristete steuernde Eingreifen des Staates“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Händlerinnen und Händler seien mit den steigenden Energiepreisen überfordert. So müsse stand jetzt für einen Supermarkt mit 1.000 qm Fläche 140.000 Euro statt 80.000 Euro gezahlt werden. Der HDE fordert, dass die Stromsteuer auf das von der EU zugelassene Mindestmaß abgesenkt wird. Außerdem müsse der Emissionshandel in Deutschland und der Europäischen Union temporär ausgesetzt werden, da es nicht nötig sei, den Preis künstlich zu erhöhen. Auch die Logistik kämpfe mit den steigenden Dieselpreisen, so Genth: „Deshalb muss die Politik eine zeitlich befristete Vergünstigung für Gewerbe-Diesel einführen.“ Auch Verbraucherinnen und Verbraucher müssten entlastet werden, da die hohen Energiepreise sich negativ auf die Kaufkraft auswirken würden und einen wirtschaftlichen Post-Corona-Aufschwung verhindern.

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Christopher Mastalerz / 15.03.2022 - 09:32 Uhr

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