Schuhanbieter nach der Insolvenz

Hengst Footwear will neu starten

Zentrale von Hengst Footwear in Steenwijk. (Foto: Hengst Footwear)
Zentrale von Hengst Footwear in Steenwijk. (Foto: Hengst Footwear)

Nachdem die niederländische Hengst Footwear B.V. Anfang Februar ihre Insolvenz bekanntgegeben hatte, will das Unternehmen nun wieder durchstarten. Es gibt einen neuen Namen und konkrete Pläne.

Man habe eine Weile gebraucht, um die Formalitäten für den Neustart zu klären, teilt der Schuhimporteur mit Sitz in Steenwijk mit. Anfang Mai seien nun die letzten Hürden genommen worden. Das Unternehmen will nun als Hengst Group B.V. die Aktivitäten von Hengst Footwear in nach eigenen Angaben „abgespeckter Form“ fortsetzen. Ein Großteil der Mitarbeiter seien Hengst seit dem 1. Februar treu geblieben und hätten dazu beigetragen, die neue Organisation zu gestalten. Hengst werde künftig den Fokus auf Kollektionen im Freizeitsegment legen. Zudem sollen kleine Basisgruppen an Damen- und Herren-Komfortschuhen angeboten werden. Dabei lege man Wert auf günstige Preise und für den Handel vorteilhafte Margen. Wie gewohnt, will Hengst wieder an der Expo Riva Schuh am Gardasee (11. bis 14. Juni 2022) teilnehmen und dort die Kollektion F/S 23 vorstellen sowie kurzfristig lieferbare Styles für H/W 22/23.

Anfang Februar hatte Hengst Insolvenz angemeldet. „Dieser Schritt war eine schwierige Entscheidung für unsere Familie“, erklärte seinerzeit Karen Hengst, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Hans Eigentümerin des Unternehmens ist. Als Gründe für die Finanzprobleme nannte sie die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die unter anderem zu extrem gestiegenen Seefrachtpreisen geführt hätten. Es sei nicht mehr länger möglich gewesen, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.
Hengst Footwear gehört nach eigenen Angaben zu den ältesten Schuhunternehmen der Niederlande. Das Unternehmen wurde 1901 gegründet und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem internationalen Player im Schuhbusiness entwickelt. Im vergangenen Jahr – in dem auch das 120-jährige Jubiläum gefeiert wurde – übernahm mit Roelof de Leeuw erstmals ein externer Manager als CEO die Verantwortung in dem Familienunternehmen.

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Petra Steinke / 12.05.2022 - 14:07 Uhr

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