Global Supply Chain Pressure Index

In Zahlen: Wie angespannt ist die Lieferkette?

Die Federal Reserve Bank of New York hat einen neuen Index vorgestellt, um den Druck auf die globale Lieferkette zu messen. Dabei wird das Ausmaß der pandemiebedingten Probleme deutlich.

Die Federal Reserve Bank of New York ist Teil des US-amerikanischen Zentralbankensystems und will nun mit dem Global Supply Chain Pressure Index (GSCPI) eine Einheit zur Messung des Lieferkettendrucks vorschlagen. Als Indikatoren für den Index dienen Transportkosten bei der Grenzüberschreitung, die Preisentwicklung für Containerschiffsplätze und die Kosten für Lufttransport. Der GSCPI stieg durch die Pandemie im letzten Jahr auf einen Maximalwert von 4,50 im Dezember 2021, wobei 0 den Durchschnitt darstellt. Zum Vergleich wurde der GSCPI rückwirkend für die Zeit bis zum September 1997 berechnet und war vor der Pandemie nie annähernd so hoch wie seit Beginn der Pandemie. Der Höchststand vor der Pandemie lag im April 2011 bei 1,72. In den letzten Monaten sank der GSCPI wieder, sodass die Experten von einer Normalisierung der Lieferketten ausgehen. Für den Februar 2022 wurde ein Wert von 3,31 gemessen. Der Krieg in der Ukraine und darauffolgende geopolitische Konflikte könnten den Druck auf die globalen Lieferketten jedoch wieder erhöhen.

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Christopher Mastalerz / 15.03.2022 - 11:31 Uhr

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