Anhebung des Mindestlohns

Löhne im Handel steigen

Im Oktober 2022 wird der Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde angehoben. Mehr als die Hälfte der Handelsunternehmen passen ihre Löhne an. Das ist das Ergebnis der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung.

Bereits im Januar stieg der Mindestlohn dem Beschluss der Mindestlohnkommission folgend auf 9,82 Euro. Im Juli folgt eine weitere planmäßige Anhebung auf 10,45 Euro. „Die Erhöhungskaskade sorgt für eine positive Grundstimmung. Sie ist ein wichtiges Signal, da sich so die Kaufkraft erhöht und die durch Corona geplagte Wirtschaft unterstützt wird“, sagt Christoph Kahlenberg, Manager Randstad Akademie und Arbeitsmarktprojekte. Die außerplanmäßige Mindestlohnerhöhung treffe verschiedene Wirtschaftszweige unterschiedlich stark. 54% der Handelsbetriebe gaben an, ihren Mindestlohn anpassen zu müssen. Im Dienstleistungssektor sind es 42,5%. Von den befragten Industrieunternehmen gaben 37% an, dass eine Mindestlohnerhöhung Auswirkungen auf die Gehaltsstruktur haben wird.

„Auf dem hart umkämpften Arbeitskräftemarkt biete die Regelung eine Chance auf mehr Bewegung“, so Randstad Arbeitsmarktexperte Christoph Kahlenberg. „Wir haben längst nicht mehr nur einen Mangel an Fachkräften, sondern sprechen inzwischen in vielen Bereichen von Arbeitskräftemangel. Wichtige Berufe, die aufgrund niedrigerer Löhne weniger beliebt waren, werden durch die Erhöhung wieder attraktiver.“

 
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Helge Neumann / 06.02.2022 - 21:24 Uhr

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