„Weitsichtige Entscheidung“

Micam: Italien ermöglicht vereinfachten Greenpass

Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)
Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici (Foto: Micam)

Nach einer Entscheidung der italienischen Regierung dürfen internationale Fachbesucher, denen ein nicht von der EMA zugelassener Corona-Impfstoff verabreicht wurde, mit einem vereinfachten Greenpass zur Micam anreisen.

Wenn vom 13. bis zum 15. März die Schuhmesse Micam in Mailand ihre Tore öffnet, stehen die Chancen auf internationales Publikum gut. Die Regierung in Rom hat jetzt verfügt, dass Geschäftsreisende einen vereinfachten Greenpass erhalten können, wenn sie keinen von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassenen Impfstoff verabreicht bekommen haben. Der Greenpass ist ein digitales Zertifikat, das über Impf- und Test-Status Auskunft gibt und bei Reisen nach Italien erforderlich ist. Für die vereinfachte Version des digitalen Dokuments brauchen Geschäftsreisende jetzt nur einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest.

„Im Namen der gesamten Schuhbranche möchte ich meine große Genugtuung über die weitsichtige Entscheidung der Regierung zum Ausdruck bringen“, erklärt Siro Badon, Präsident der Micam und des italienischen Schuhherstellerverbandes Assocalzaturifici. Dies sei eine „intelligente Lösung“ für eine Regulierungslücke, die viele Einkäufer und Besucher aus Russland, China, Nordeuropa, dem Nahen Osten und wichtigen Schwellenländern hätte außen vor halten können.

Der Schuhherstellerverband hatte sich zuletzt intensiv um eine pragmatische Lösung für internationale Fachbesucher bemüht. Die Micam, ursprünglich im Februar geplant, war im Zuge dessen und angesichts der steigenden Infektionszahlen auf Mitte März verschoben worden. Man sei angetreten, so Badon, um „einen Sektor zu schützen, der mit einem Umsatz von über 14 Milliarden Euro und 80.000 Mitarbeitern von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft unseres Landes“ sei.

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Petra Steinke / 03.02.2022 - 17:44 Uhr

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