IFH-Projekt

Plattform soll Kommunen bei digitaler Leerstandserfassung helfen

Eine bundesweite Befragung des IFH-Projekts „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ unter deutschen Kommunen soll zeigen, dass Leerstand bisher nur selten systematisch erfasst werde. Die digitale Plattform LeAn soll künftig Abhilfe schaffen.

Mehr als ein Drittel (35 %) der befragten Kommunen sollen dem Projekt zufolge den Leerstand in ihrer Innenstadt aktuell nicht systematisch erfassen. Weitere 30 Prozent würden sich erst seit Kurzem mit der Sammlung von Leerstandsinformationen befassen oder hätten Aktivitäten dazu angestoßen. Lediglich eine kleine Minderheit gab laut EHI an, sich schon seit zehn Jahren oder länger mit dem Thema Leerstand auseinanderzusetzen. Eine Schwierigkeit sei, dass die Daten zu Gewerbeimmobilien in der Innenstadt den meisten Kommunen, wenn überhaupt, nur analog vorlägen. Basis hierfür seien oft unregelmäßige Erhebungen in schlechter Datenqualität. Die Befragung zeige aber auch, dass 90% der Kommunen das Thema als dringlich einstufen. Abhilfe soll die digitalen Plattform LeAn schaffen, die aktuell von 14 Modellstädten gemeinsam mit dem IFH KÖLN und über 15 Projektpartnern entwickelt und erprobt wird. Innenstädte gemeinsam im Trialog von Kommune, Immobilienwirtschaft und Anbieterseite dem kommunalen Zielbild entsprechend gestalten zu können, soll das übergeordnete Ziel der Plattform sein. LeAn soll ab Januar 2023 allen deutschen Kommunen zur Verfügung stehen.

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Nina Ungerechts / 12.05.2022 - 13:56 Uhr

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