„Guter Start ins Jahr 2022“

Puma meldet Wachstum im ersten Quartal

Bjørn Gulden, CEO von Puma (Foto: Puma)
Bjørn Gulden, CEO von Puma (Foto: Puma)

Der Sportartikelhersteller Puma hat in den ersten Monaten des Jahres 2022 einen Umsatzanstieg in Höhe von 19,7% erreicht. Auch der Schuhbereich trug zu diesem Wachstum bei.

Die Umsätze stiegen währungsbereinigt um 19,7% auf 1,9 Mrd. Euro (+23,5% in der Berichtswährung Euro). Die Region Amerika verzeichnete mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von 44,1% das stärkste Wachstum. Die Umsätze in der Region EMEA stiegen währungsbereinigt um 25,5%. Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik gingen aufgrund des derzeitigen Marktumfeldes in China währungsbereinigt um 17,0% zurück. Alle Produktbereiche wuchsen laut Puma zweistellig mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von 18,2% bei Schuhen, 16,0% bei Textilien und 32,2% bei Accessoires.
„Wir hatten einen sehr guten Start ins Jahr 2022. Trotz aller Hindernisse und Unsicherheiten haben wir im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von 20% auf 1.912 Mio. Euro und ein EBIT-Wachstum von 27% auf 196 Mio. Euro erzielt“, resümert CEO Björn Gulden, mahnt aber zugleich zur Vorsicht:
„Ausgehend von einem so starken ersten Quartal würden wir üblicherweise unseren Ausblick für das Gesamtjahr anheben. Angesichts der zunehmenden globalen Unsicherheit haben wir uns jedoch entschieden, unseren ursprünglichen Ausblick vom Jahresanfang beizubehalten.“
Der Ausbruch von COVID-19 in China, die Krise in der Ukraine, die sehr angespannte Frachtsituation und der Inflationsdruck seien Unsicherheitsfaktoren, Flexibilität erforderten. „Wir sehen weiteres Wachstumspotential auf der Umsatzseite, aber auch einen erhöhten Druck auf unsere OPEX (operative Aufwendungen) und Rohertragsmarge aufgrund all dieser Unwägbarkeiten. In dieser Situation werden wir weiterhin die Steigerung von Marktanteilen und unser mittelfristiges Wachstumspotenzial über die kurzfristige Gewinnoptimierung stellen“, so Gulden.

Das Großhandelsgeschäft von Puma wuchs währungsbereinigt um 23,3% auf 1,5 Mrd. Euro, und das Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC) stieg währungsbereinigt um 7,1% auf 384 Mio. Euro. Während die Umsätze in den eigenen Einzelhandelsgeschäften währungsbereinigt um 21,3% stiegen, gingen die Umsätze im E-Commerce währungsbereinigt um 13,2% zurück. Dies sei auf eine Priorisierung der Einzelhandelspartner bei begrenzter Produktverfügbarkeit sowie auf das aktuelle Marktumfeld in Großchina zurückzuführen.
Die Rohertragsmarge sank um 130 Basispunkte auf 47,2%, hauptsächlich verursacht durch einen negativen Regional- und Vertriebskanal-Mix sowie Kostensteigerungen für eingehende Frachten, während die Währungen einen leicht positiven Effekt hatten. 
Die operativen Aufwendungen (OPEX) stiegen um 18,6% auf 712,8 Mio. Euro aufgrund höherer Aufwendungen für Marketing, einer größeren Anzahl eigener Einzelhandelsgeschäfte sowie höherer umsatzabhängiger Vertriebs- und Lagerhaltungskosten. Trotz anhaltender operativer Ineffizienzen aufgrund von COVID-19, insbesondere in der Lieferkette, sank die Kostenquote auf 37,3% (Q1 2021: 38,8%).
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 27,0% auf 196 Mio. Euro (Q1 2021: 154,3 Mio.). Ein starkes Umsatzwachstum und eine verbesserte Kostenquote führten laut Puma zu einem Anstieg der EBIT-Marge um 30 Basispunkte auf 10,3% (Q1 2021: 10,0%).
Das Konzernergebnis erhöhte sich von 109,2 Mio. auf 121,4 Mio. Euro, und das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 11,1% von 0,73 Euro im ersten Quartal 2021 auf 0,81 Euro im ersten Quartal 2022.

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Petra Steinke / 27.04.2022 - 08:30 Uhr

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