Umsatz und Gewinn steigen deutlich

Russland-Rückzug kostet Adidas Millionen

Adidas feiert die Wiedereröffnung des Flagship-Stores in Berlin. (Foto: Adidas)
Adidas feiert die Wiedereröffnung des Flagship-Stores in Berlin. (Foto: Adidas)

Adidas hat starke Zahlen für das Gesamtjahr 2021 vorgelegt. Das Sportunternehmen rechnet aufgrund des Ukraine-Kriegs allerdings mit einem Umsatzminus in Höhe von 250 Mio. Euro.

Der Umsatz von Adidas legte im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 16% auf 21,23 Mrd. Euro zu. Dabei haben das herausfordernde Marktumfeld in China, weitreichende Lockdowns im Zusammenhang mit Covid-19 in Asien-Pazifik sowie branchenweite Beeinträchtigungen der Lieferkette das Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt über 1,5 Mrd. Euro Umsatz gekostet. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen nahm im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 223 % bzw. rund 1 Mrd. Euro auf 1,5  Mrd. Euro zu.

Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas: „Leider veröffentlichen wir unsere Ergebnisse für das Gesamtjahr 2021 in beunruhigenden Zeiten. Unsere Gedanken und Gebete sind bei der ukrainischen Bevölkerung, unseren Teams vor Ort und allen Betroffenen. Als Unternehmen verurteilen wir jede Form von Gewalt und zeigen uns solidarisch mit allen, die zum Frieden aufrufen. Um Hilfe zu leisten, spendet Adidas unter anderem an Kinder- und Flüchtlingshilfsorganisationen. Wir beobachten die Situation sehr aufmerksam und werden bei Bedarf weitere Unternehmensentscheidungen treffen. Die Sicherheit und Unterstützung unserer Beschäftigten stehen dabei und zu jeder Zeit im Vordergrund."

Angesichts der Erholung von der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2021 erwartet Adidas im Jahr 2022 trotz erhöhter Unsicherheit eine Fortsetzung des zweistelligen Umsatzwachstums. Die Erlösen sollen voraussichtlich um 11 % bis 13 % steigen. Diese Wachstumsprognose enthält nach Unternehmensangaben bereits ein Risiko von bis zu 250 Mio. Euro aus dem Russland/GUS-Geschäft – was rund 50 % der Gesamterlöse des Unternehmens in der Region entspricht – aufgrund des Krieges in der Ukraine und spiegelt die Entscheidung des Unternehmens, den Betrieb seiner Geschäfte und seines Onlinehandels in Russland bis auf weiteres einzustellen, wider.

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Helge Neumann / 09.03.2022 - 09:29 Uhr

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