„Die Entwicklung ist kein Zufall“

Sport 2000: Das sind die Gründe für das Wachstum

Die Sport-Verbundgruppe Sport 2000 wächst seit Jahren konstant. (Foto: Sport 2000)
Die Sport-Verbundgruppe Sport 2000 wächst seit Jahren konstant. (Foto: Sport 2000)

Die Sport 2000 setzt den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort. Im vergangenen Jahr konnte die Sport-Verbundgruppe das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen.

Der zentralregulierte Umsatz der Sport 2000 wurde 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 7,2% gesteigert und erreichte mit einem Volumen von 1,04 Mrd. Euro eine neue Höchstmarke.  Mit dieser Spitzenposition und den Bestmarken sieht sich die Sport 2000 nicht nur als größte, sondern auch als wirtschaftlich erfolgreichste Verbundgruppe für Sport in Deutschland. Im letzten Jahr wurde ein Außenumsatz von 2,77 Mrd. Euro über den Warenverkauf der Sport 2000 Partner generiert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 29%. Für Sport 2000-Geschäftsführer Hans-Hermann Deters ist diese Entwicklung das Ergebnis einer über viele Jahre konsequent umgesetzten strategischen Neuausrichtung: „Wir haben uns sehr früh − als die Handelsstrukturdynamik mit der Abschmelzung mittelständischer Handelsbetreibe über alle Branchen hinaus bereits im vollen Gange war − diesem Trend entgegengestellt und neue Potenziale, insbesondere im spezialisierten Sporthandel wie auch im digitalen Sports Retail, identifiziert. Unsere Strategie, den unterschiedlichen Handelsformaten wie auch Spezialisierungskonzepten passgenaue und individuelle Leistungen anzubieten, hat viele Sportfachhändler überzeugt und zu unserem starken Wachstum beigetragen.“ 

„Wir setzen auf Qualität“

Mit diesem Weg konnte die Sport 2000 in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld seit 2014 über 600 neue Handelspartner für den Verbund gewinnen und damit ein Wachstum im zentralregulierten Einkauf von rund 80% erreichen. Während der Sportmarkt nach Zahlen des Instituts für Handelsforschung (IFH) in einer vergleichbaren Periode um jährlich durchschnittlich 3,3% gewachsen ist, konnte die Sport 2000 den Markt im Zeitraum von 2013 bis 2021 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,4% deutlich schlagen. In der Vor-Corona-Zeit (2013-2019) lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate sogar bei 10%. „Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern die Konsequenz richtiger Entscheidungen, konkret, die Verbundgruppe auf drei zukunftsfähige Säulen auszurichten. Gerade in Pandemie-Zeiten hat sich die daraus entwickelte ausgewogene Händlerstruktur als Garant der wirtschaftlichen Stabilität erwiesen und sogar für weiteres Wachstum gesorgt“, stellt Hans-Hermann Deters heraus.

Mit dem Gewinn und der Übernahme neuer Partner bleibt die Anzahl der Handelspartner mit 974 Unternehmen und 1.527 Verkaufsstellen auf dem hohen Niveau der Vorjahre. „Der dennoch starke Anstieg im ZR-Volumen ist der Tatsache geschuldet, dass es sich bei den zugewonnenen Unternehmen sowohl um Top-Accounts als auch teilweise große Filialisten handelt. Wir setzen bei unserem Wachstum uneingeschränkt auf Qualität. Schon heute sind die meisten unserer Spezialisten und auch Generalisten Leuchttürme in ihrer jeweiligen Region. Neben einem zielgruppenrelevanten Produkt-Portfolio punkten unsere Händler mit umfangreichen Services und dem Sport 2000 typischen Human Touch in der Kundenbindung“, so Geschäftsführerin Margit Gosau.

Outdoor und Running weiter auf Wachstumskurs

Im Abverkauf hat 2021 insbesondere der Erlebnisbereich Outdoor bei allen Handelsformaten gewonnen. Das stationär geprägte Panel weist hier ein Plus von 14% auf. Im E-Commerce gehört diese Kategorie noch deutlicher zu den außerordentlichen Corona-Gewinnern. In Einzelfällen konnten hier erneut Zuwächse von bis zu 45% verzeichnet werden. Running konnte das hohe Niveau aus 2020 (+25%) mit einem Plus von 12,4% in 2021 weiter ausbauen. Elf der Top 20 Lieferanten bei Sport 2000 sind 2021 der Outdoor-Kategorie zuzuordnen. „Auch diese Entwicklung ist neben dem Gewinn neuer großer Outdoor-Spezialisten auch darauf zurückzuführen, dass die Kategorie an sich zu den größten Pandemiegewinnern gehört. Insoweit haben auch die langjährigen outdoor-spezialisierten Partner-Unternehmen der Sport 2000 sowohl stationär als online dazu beigetragen, dass diese Kategorie innerhalb der Sport 2000 weiter an Gewicht gewinnen konnte“, so Hans-Hermann Deters. Beispielhaft hierfür steht die Entwicklung von Patagonia – nach Platz 43 in 2019 waren sie 2020 bereits auf Platz 20 und verbessern ihre Position 2021 auf Rang 17. Erstmals unter den Top 20 sind Ortovox (Platz 15) und Garmin (Platz 19).

 Schwerpunktthemen für 2022

„Wir werden weiter daran arbeiten, unsere strategischen Handlungsfelder zur Unterstützung der Anschlusshäuser inhaltlich weiterzuentwickeln, um über diesen Weg auch in Zukunft zu wachsen“, kündigt Margit Gosau an. Insbesondere die strategischen Fokusthemen Positionierung, Spezialisierung und Digitalisierung sollen mit zahlreichen Maßnahmen und Konzepten weiter vorangetrieben werden. „Wir haben uns für 2022 sehr viel vorgenommen, um unseren Branchenlead weiter auszubauen. Konkret werden wir wie in unserer Strategie verankert in diesem Jahr insbesondere daran arbeiten, die Partner mit mehreren Kategorien zu einer Einheit von Multi-Kategorie-Spezialisten zu entwickeln. Die Spezialisten möchten wir innerhalb Europas deutlich stärker vernetzen und die internationale Zusammenarbeit ausbauen. Im Bereich der Digitalisierung wird das Jahr von Maßnahmen zur Stärkung der Omnichannel-Ausrichtung geprägt sein“, so der Ausblick von Margit Gosau zu den Schwerpunktthemen für 2022.

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Helge Neumann / 08.03.2022 - 11:55 Uhr

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