HDE und ZIA

Verbände lehnen erneute Lockdowns ab

Andreas Mattner, Präsident des ZIA, über Corona-Maßnahmen (Foto: ZIA)
Andreas Mattner, Präsident des ZIA, über Corona-Maßnahmen (Foto: ZIA)

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) und der Handelsverband Deutschland (HDE) legen das Strategiepapier „Corona vor dem nächsten Herbst: Was jetzt zu tun ist“ vor. Die Forderung: Gezielte Präventions- und Eindämmungsstrategien auf jeden Fall – Lockdowns auf keinen Fall. 

„Der Sachverständigenausschuss der Bundesregierung hat Lockdowns und 2G/3G-Regelungen eine klare Absage erteilt. Eine Wiederholung der pauschalen Eindämmungsmaßnahmen der Vergangenheit würde zudem die weiterhin prekäre wirtschaftliche Lage weiter verschlimmern und vor allem die besonders betroffenen Branchen Handel, Hotellerie und Gastronomie massiv unter Druck setzen“, betonen die Verbände. ZIA und HDE lehnen daher Lockdowns sowie 2G/3G in Handel und Hotel ab.

Mit den aktuellen gesetzlichen Regelungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind die Verbände einverstanden, indes brauche es im § 28a Anpassungen: Lockdowns oder Zugangsbeschränkungen (2G oder 3G) sollen auch bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ausgeschlossen werden. Weitere Anstrengungen, die Impfquote zu erhöhen werden gefordert und der hohe Wert von Masken zum Schutz gegen Corona betont. Die Gesundheitsämter sollen digitale Möglichkeiten nutzen die Bevölkerung zum Tragen von „Mund-Nasen-Bedeckung“ zu motivieren.

„Selbstverständlich steht der Schutz der Gesundheit an oberster Stelle“, erläutert der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Dr. Andreas Mattner, den gemeinsamen Vorstoß. „Deshalb müssen Maßnahmen zur Vorbeugung gegen und zur Eindämmung von Corona-Infektionen gezielt und sehr entschieden angegangen werden.“ Lockdowns seien kein verhältnisgemäßes Mittel die Pandemie zu bekämpfen, da die wirtschaftliche Situation zusätzlich durch kriegsbedingte Belastungen der Verbraucher sowie der Wirtschaft prekär sein. „Umso übler würden nun erneute generelle Schließungen wirken. Sie sind für viele Unternehmen eine ernste, für manche sogar eine existentielle Bedrohung“, mahnt Mattner.

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Katharina Meyer zu Altenschildesche / 26.07.2022 - 10:07 Uhr

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