Umfrage unter Kunden und Händlern

Wie sieht der Handel 2030 aus?

Der IT-Branchenverband Bitkom hat nachgefragt, wie sich Unternehmen und Verbraucher den Handel in acht Jahren vorstellen. Viele Prognosen klingen für Deutschland noch ungewöhnlich, sind in anderen Ländern aber schon Standard.

24 Stunden lang geöffnete Läden, automatische Bezahlung beim Verlassen des Ladens ohne Anstehen an der Kasse und digitale Verkaufsassistenten. Viele der 500 von Bitkom befragten Handelsunternehmen und 1.000 befragten Kunden glauben, dass das alles schon in acht Jahren Alltag im deutschen Einzelhandel sein wird. Dabei unterscheiden sich die Erwartungen teilweise zwischen Händlern und Kunden. Während mit 49% nur rund die Hälfte der Kunden mit Läden ohne Kassen rechnen, tun dies 69% der Händler. Hingegen glauben nur 28% der Händler, dass Geschäfte 2030 kein Bargeld mehr annehmen werden, während sich das 46% der Kunden vorstellen können. Sowohl unter den Händlern als auch unter den Kunden erwartet je rund die Hälfte in acht Jahren durchgängig geöffnete Läden.

Besonders viele rechnen im Jahr 2030 mit digitalen Informationsangeboten über Herkunft, CO2-Fußabdruck und Inhaltsstoffen der Produkte direkt im Laden: unter den Händlern halten das 72% für wahrscheinlich, unter den Kunden 69%. „Was in Deutschland wie Zukunftsmusik klingt, ist in anderen Teilen der Welt schon Realität“, ordnet Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Prognosen ein: „Insbesondere in einigen asiatischen Ländern kann man den so genannten New Retail bereits live erleben.“ Weniger wahrscheinlich aber nicht unvorstellbar: 31% der Händler und 33% der Kunden rechnen damit, dass digitale Verkaufsassistenten Verkaufspersonal verdrängen wird.

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Christopher Mastalerz / 16.02.2022 - 15:26 Uhr

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