Interview mit Gino Lombardi

„Wir haben nochmals deutlich zugelegt“

Gino Lombardi, Country Sales Manager Steve Madden (Foto: Steve Madden)
Gino Lombardi, Country Sales Manager Steve Madden (Foto: Steve Madden)

Gino Lombardi ist Country Sales Manager für Steve Madden Europe. Mit schuhkurier spricht er darüber, warum sich die Marke mehr und mehr zum „Head to toe-Lieferanten“ entwickelt. 

Herr Lombardi, welches Fazit ziehen Sie für die Verkaufssaison H/W 2021/22?

Gino Lombardi: Wir haben in H/W 2021/22 nochmals deutlich zugelegt. Die Abverkäufe waren sehr zufriedenstellend. Wir waren auch ein zuverlässiger Partner, was die Auslieferquote und Warenverfügbarkeit für Reorders anging.
 

Wie ist die Orderrunde F/S 2022 für Steve Madden gelaufen?

Die Orderrunde F/S 2022 war erfolgreich. Wir konnten Zuwächse in allen Kategorien (Women, Bags, Apparel und Men) verbuchen. Dies ermöglicht es uns auch, unseren Stand als „Head to toe“-Lieferant auszubauen.
 

Und wie läuft die aktuelle Orderrunde für H/W 2022/23?

Trotz der nach wie vor erschwerten Umstände der Pandemie sind unsere Partner und auch wir sehr zufrieden. Die erfolgreichen Abverkäufe der letzten Saisons verstärken zunehmend das Vertrauen in uns als zuverlässiger Partner.

 

Welche Trends sehen Sie für H/W 22/23 als besonders wichtig an: Schuhtypen, Materialien, Farben, Absatzhöhen?

Nach wie vor sind die Combat Boots ein wichtiges Thema. Zudem haben wir die Themen „90s“ und „Party“ wieder fokussiert.


Bleibt die Schuhmode sportiv oder kommt Galanterie zunehmend zurück?

Wir sind sehr froh zu sehen, dass unsere Partner mehr und mehr von Sneaker zu Dress übergehen. Dies war schon immer eine sehr wichtige Kategorie für uns.
 

Inwieweit wirkt sich die aktuelle Problematik der internationalen Lieferketten auf Steve Madden aus?

Die Lieferkettenproblematik ist natürlich auch für uns ein sehr wichtiges Thema. Um den Problemen entgegenzuwirken, haben wir unseren Sales-Kalender angepasst und den Fokus auf die früheren Liefertermine gelegt.
 

Werden sich auch bei Steve Madden Preissteigerungen ergeben?

Es werden sicherlich Anpassungen stattfinden, jedoch halten diese sich in Grenzen.
 

Wie reagiert Steve Madden auf den Krieg in der Ukraine?

Wir waren alle sehr schockiert über die Ereignisse in der Ukraine. Steve Madden spricht sein tiefstes Mitgefühl für die ukrainische Bevölkerung aus. Wir verfolgen die Ereignisse aufmerksam und suchen nach Möglichkeiten, wie das Unternehmen dem ukrainischen Volk humanitäre Hilfe leisten kann. Zu Beginn haben wir an „Ärzte ohne Grenzen“ und „Stichting Vluchteling (Giro 999)“ gespendet. Darüber hinaus arbeiten wir mit Soles4Souls zusammen, um Kleidung, Decken, Taschen und Schuhe an Partnerorganisationen in Polen und Moldawien zu liefern. Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen weitere Lieferungen versenden. Zusätzlich verdoppelt Steve Madden alle Mitarbeiterspenden.
 

Mit welchen Folgen rechnen Sie mit Blick auf Produktion, Logistik und Konsum?

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Folgen absolut nicht absehbar. Wir schauen mit Sorge auf die weiteren Folgen dieses Krieges.


Das Interview mit Gino Lombardi ist in schuhkurier Ausgabe 12 erschienen. Hier geht es zum ePaper der Ausgabe. 

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Petra Steinke / 23.03.2022 - 21:40 Uhr

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