Der Outdoorschuh-Hersteller Lowa

„Wir sind vorsichtig optimistisch“

Alexander Nicolai (Foto: Lowa)
Alexander Nicolai (Foto: Lowa)

Outdoor schlägt sich weiterhin gut. Wie blickt ein Spezialist auf die kommenden Monate? Fragen an den Lowa-Geschäftsführer Alexander Nicolai. 

Wie hat sich der Umsatz von Lowa 2021 konkret entwickelt?

Alexander Nicolai: Der Umsatz von Lowa hat sich im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt und unsere Erwartungen sogar leicht übertroffen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Zahlen nennen können. Wir werden unsere Eckzahlen wie üblich im Mai bei unserem Presse-Event veröffentlichen. Die Jahresergebnisse unseres Mutterkonzerns Tecnica sind veröffentlicht. Wie Sie wissen, hat die Lowa-Gruppe einen großen Anteil an den Erlösen des Tecnica-Konzerns.
 

Welche Herausforderungen haben sich aus der gestiegenen Nachfrage ergeben und wie haben Sie diese bewältigt?

Die Herausforderung lag im Wesentlichen darin, die hohe Nachfrage nach unseren Modellen zu bedienen. Allerdings konnten wir durch unsere nahe Produktion in Europa, rechtzeitig aufgestockte Kapazitäten und unsere eingespielten Lieferketten den Bedarf im Wesentlichen bedienen. 
 

Gibt bzw. gab es einen Neukundenstopp? Wenn ja, wie lange wird dieser voraussichtlich gelten?

Die Nachfrage nach unseren Schuhen steigt seit Sommer 2020 konstant an. Um den Bedarf unserer Bestandskunden erfüllen zu können, haben wir uns bereits letztes Jahr entschieden, keine neuen Kunden aufzunehmen. Wir setzen jedoch alles daran, im Laufe des Jahres 2023 wieder neue Kunden beliefern zu können.
 

Wie ist die Order für Herbst/Winter 2022/23 bislang verlaufen?

Der Outdoor-Boom hält wie erwartet an. Auch für die kommende Saison sind wir zuversichtlich. 
 

Wie wird sich der Krieg in der Ukraine auf die Konsumlaune in Deutschland auswirken?

Die Auswirkungen auf das Konsumklima in Deutschland sind aktuell noch schwer abzuschätzen. Selbst eine konjunkturelle Abkühlung muss nicht zwangsläufig zu einem Nachfragerückgang nach unseren Produkten führen, wie die Corona-Krise gezeigt hat. Konkrete Auswirkungen bleiben allerdings noch abzuwarten. 
 

Was erwarten Sie vom weiteren Jahresverlauf?

Wir beobachten natürlich aufmerksam die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Grundsätzlich unterstützt der anhaltende Outdoor-Trend die Absatzentwicklung in unserer Branche, was auch uns Grund zu vorsichtigem Optimismus gibt.
 

Anmerkung der Redaktion: Das Gespräch haben wir vor dem 24. Februar, dem Beginn des Krieges in der Ukraine, geführt. 

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Petra Steinke / 22.03.2022 - 16:42 Uhr

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