Zahlen zum zweiten Quartal 2022

Zalando macht weniger Umsatz – aber wieder Gewinn

Robert Gentz, CEO bei Zalando (Foto: Zalando/Daniel Hofer)
Robert Gentz, CEO bei Zalando (Foto: Zalando/Daniel Hofer)

Die Online-Plattform Zalando hat ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Erwartet werde im weiteren Jahresverlauf eine höhere Profitabilität sowie eine Rückkehr zum Wachstum.

Das Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) von Zalando blieb im zweiten Quartal 2022 mit 3,8 Mrd. Euro unverändert im Vergleich zum Vorjahrszeitraum. Der Umsatz betrug 2,6 Mrd. (-4% im Jahresvergleich); das bereinigte EBIT betrug 77,4 Mio. Euro mit einer Marge von 3%. Im zweiten Quartal 2022 wuchs die Zahl der Kunden laut dem Unternehmen kontinuierlich auf mehr als 49 Mio. (+11% im Jahresvergleich). Das Mitgliederprogramm Zalando Plus wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 164% und zählt nun mehr als 1,5 Mio. Mitglieder. 

Robert Gentz, Co-CEO bei Zalando, erklärt: „Wir haben als Team unsere Agilität unter Beweis gestellt und gezeigt, dass wir schnell reagieren und uns an das aktuelle Umfeld anpassen können. Gleichzeitig gestalten wir das Erlebnis für unsere Kundinnen und Kunden noch inspirierender und attraktiver und bauen unseren Kundenstamm weiter aus. Wir konzentrieren uns voll und ganz auf unsere Strategie und tätigen gezielt Investitionen, um unser langfristiges Wachstum zu ermöglichen.“ Am Aktionsplan zur Anpassung an die derzeitige volatile Wirtschaftslage wolle man festhalten, für das zweite Halbjahr erwarte man eine höhere Profitabilität.
Man wolle sich zudem weiterhin darauf konzentrieren, die Beziehungen zu den Kunden und Partnern weiter zu stärken, um das Wachstum des Plattformgeschäfts voranzutreiben, teilt das Unternehmen mit. Im zweiten Quartal habe man dieses Ziel besonders im Bereich Beauty verfolgt, der im Jahresvergleich um 30% gewachsen sei. Zudem sei das Mitgliederprogramm Zalando Plus in der Schweiz eingeführt und die Expansion nach Rumänien und Ungarn vorangetrieben worden. Zalando ist damit in 25 Märkten präsent. Darüber hinaus startete Zalando den Shopping-Club Zalando Lounge in Litauen, Rumänien und der Slowakei. Im Juni hatte der Onlinehändler eine Mehrheitsbeteiligung an Highsnobiety erworben.
Um die Kosten pro Bestellung zu optimieren, führte Zalando Anfang Juni in 15 weiteren Märkten ein Mindestbestellwert ein, der nun in allen Märkten gilt. Zur Anpassung der Kostenstruktur seien Marketingausgaben und Investitionen in die Logistikinfrastruktur reduziert worden. 
„Wir konzentrieren uns auf Maßnahmen zur Verbesserung unserer Effizienz und unserer Marge – diese werden uns helfen, in der zweiten Jahreshälfte unsere Profitabilität zu stärken. Zalandos gesunde Finanzlage erlaubt es uns, weiterhin in unsere Technologieplattform und Logistikinfrastruktur zu investieren, um unser langfristiges Wachstumsziel zu erreichen“, sagt Dr. Sandra Dembeck, CFO von Zalando. 

 

Zalando bestätigt die Prognose vom 23. Juni 2022 für das Geschäftsjahr 2022 mit einem GMV-Wachstum zwischen 3% und 7% auf 14,8 bis 15,3 Mrd. Euro. Es werde erwartet, dass der Umsatz zwischen 0% und 3% auf 10,4 bis 10,7 Mrd. Euro steigen wird, wobei sich das bereinigte EBIT im genannten Zeitraum auf 180 bis 260 Mio. Euro belaufen wird. Investitionen (Capex) von 350 bis 400 Mio. Euro seien sind geplant.
Die Ergebnisse für das dritte Quartal 2022 sollen am 3. November 2022 veröffentlicht werden.

Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Steinke / 04.08.2022 - 09:57 Uhr

Weitere Nachrichten