Geschäftsjahr 2017 samt Ausblick

Adidas beschließt drei Milliarden schweres Aktien-Rückkaufprogramm

Kasper Rorsted
Kasper Rorsted

Nachdem Adidas das Geschäftsjahr 2017 mit starker Umsatz- und Gewinnsteigerung abgeschlossen hat, kündigt der Herzogenauracher Sportartikelhersteller an, Aktien im Wert von 3 Mrd. Euro zurückzukaufen.

Adidas hat im Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz um 15% auf 21,218 Mrd. Euro gesteigert. Unterm Strich kommt der Nike-Konkurrent auf 1,43 Mrd. Euro.

Aus dem Adidas-Geschäftsbericht 2017 hervor, dass Adidas in fast allen Regionen ein zweistelliges Wachstum erzielen konnte. So erreichten die wichtigsten Regionen des Sportartikelherstellers, China und Nordamerika, mit einer währungsbereinigten Umsatzsteigerung um 29% bzw. 27% ein besonders starkes Wachstum. Während der Umsatz in Westeuropa währungsbereinigt um 13% zulegte, erhöhte sich der Umsatz in Lateinamerika um 12%. In MEAA und Japan stieg der Umsatz auf währungsbereinigter Basis um jeweils 10%. Der Umsatz in Russland/GUS ging infolge des nach wie vor herausfordernden Konsumklimas sowie aufgrund weiterer Geschäftsschließungen im Verlauf des Jahres um 13% zurück.

Die Steuerquote des Unternehmens erreichte im Geschäftsjahr 2017 einen Wert von 33,0% und lag damit 3,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 29,6%. Diese Entwicklung war laut Adidas ausschließlich auf einen negativen steuerlichen Einmaleffekt in Höhe von 76 Mio. Euro zurückzuführen, der im Zusammenhang mit der erforderlichen Neubewertung der latenten Steueransprüche des Unternehmens in den USA im Zuge der Umsetzung der US-Steuerreform stand. Ohne diesen negativen steuerlichen, nicht zahlungswirksamen Effekt ging die Steuerquote des Unternehmens um 0,3 Prozentpunkte auf 29,3% zurück. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen, ohne den negativen steuerlichen Einmaleffekt, nahm um 32% auf 1,430 Mrd. Euro zu.

„2017 war ein starkes Jahr – sowohl aus finanzieller als auch aus operativer Sicht. Wir sind der Erfüllung unserer Mission, das weltweit beste Sportartikelunternehmen zu sein, deutlich näher gekommen. Unsere strategischen Wachstumsbereiche – Nordamerika, China und Digital Commerce – waren die Haupttreiber unseres Erfolgs“, kommentiert Kasper Rorsted, Adidas-CEO, die Entwicklung des vergangenen Jahres.

Adidas beschließt mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats will der Sportartikelhersteller Adidas in den kommenden Jahren erneut Aktien zurückkaufen. Entsprechend habe man ein mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von insgesamt bis zu 3 Mrd. Euro auf den Weg gebracht. Geplant ist, die Papiere bis zum 2021 über die Börse zurückzukaufen. Alleine in 2018 will Adidas Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. Euro zurückzuerwerben.

„Wir werden weiter unermüdlich daran arbeiten, unseren operativen Cashflow zu steigern, und gleichzeitig in unser Unternehmen investieren, um künftiges Wachstum zu sichern. Der Aktienrückkauf ergänzt unsere erklärte Dividendenpolitik und verdeutlicht unser Bekenntnis zu kontinuierlichem Shareholder-Return“, sagt Harm Ohlmeyer, Finanzvorstand der Adidas AG.

Adidas rechnet im Jahr 2018 mit starken Umsatz- und Gewinnsteigerungen

Angesichts der starken operativen und finanziellen Ergebnisse im Geschäftsjahr 2017 hat das Unternehmen sein Profitabilitätsziel für 2020 ebenfalls angehoben. Adidas geht nach wie vor davon aus, dass der währungsbereinigte Umsatz zwischen 2015 und 2020 jährlich um durchschnittlich 10% bis 12% wachsen wird. Für den Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird nun mit einem jährlichen Anstieg um durchschnittlich 22% bis 24% zwischen 2015 und 2020 gerechnet. Infolgedessen erwartet das Unternehmen nun, dass die operative Marge bis 2020 einen Wert von bis zu 11,5% erreichen wird.

 
Michael Frantze / 14.03.2018 - 08:35 Uhr

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