Quartalszahlen

Adidas macht einen großen Satz nach vorn

Kasper Rorsted
Kasper Rorsted

Der Sportartikelhersteller Adidas konnte aufgrund eines florierenden Geschäfts in Nordamerika und China seinen Umsatz und Gewinn im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2017 verbessern.

Im dritten Quartal 2017 steigerte Adidas seinen Umsatz um 9% auf 5,677 Mrd. Euro. Verantwortlich für diese positive Entwicklung war dem Sportartikelhersteller zufolge ein Umsatzanstieg bei der Marke Adidas um 13%. Der Umsatz der Marke Reebok stieg um 1%.

Außergewöhnlich gut erwiesen sich die Geschäfte in Nordamerika und in China. So erzielte der Nike-Rivale in China mit +28% und in Nordamerika  mit +23% zweistellige Wachstumsraten. Der währungsbereinigte Umsatz in Westeuropa (+7%) und Lateinamerika (+8%) nahm jeweils im hohen einstelligen Bereich zu. In MEAA und Japan stieg der Umsatz auf währungsbereinigter Basis um 6% bzw. 3%. Der Umsatz in Russland/GUS ging um 17% zurück.

„Die strategischen Wachstumsbereiche des Unternehmens - Nordamerika, China und eCommerce - waren erneut die Hauptwachstumstreiber für unsere starke Umsatzentwicklung im dritten Quartal. Wir freuen uns noch mehr über die Qualität unseres Wachstums, die sich deutlich in der außergewöhnlichen Verbesserung der Profitabilität im dritten Quartal zeigt“, sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas.

Während der Gewinn vor Steuern um 33,9% auf 767 Mio. Euro anwuchs, blieben unterm Strich 549 Mio. Euro übrig. Im Vorjahresquartal lag der Gewinn noch bei 407 Mio. Euro.

Vor dem Hintergrund der guten Geschäftsergebnisse im dritten Quartal hat das fränkische Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2017 bestätigt. Adidas erwartet weiterhin, dass der Umsatz im Jahr 2017 währungsbereinigt zwischen 17% und 19% steigen wird. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird sich den Prognosen zufolge um 26% bis 28% auf einen Wert zwischen 1,360 Mrd. Euro und 1,390 Mrd. Euro erhöhen. Das Betriebsergebnis wird laut Adidas um 24% bis 26% steigen und damit zu einer Verbesserung der operativen Marge um bis zu 0,6 Prozentpunkte auf einen Wert von bis zu 9,2% führen.

Michael Frantze / 09.11.2017 - 08:44 Uhr

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