Geschäftsbericht 2018

Adidas wächst langsamer

Adidas Ultraboost 19 (Foto: Adidas)
Adidas Ultraboost 19 (Foto: Adidas)

Adidas ist im vergangenen Jahr noch um 3% gewachsen. Auch für das neue Geschäftsjahr erwartet der Sportartikelhersteller nur ein geringeres Plus.

Im Geschäftsjahr 2018 legte der Umsatz von Adidas in Euro um 3% auf 21,9 Mrd. Euro zu. Währungsbereinigt lag das Plus bei 8%. Verantwortlich für die Steigerung war laut dem Unternehmen ein Plus in Höhe von 9% bei der Marke Adidas. Nach Vertriebskanälen betrachtet ist das Umsatzwachstum des Unternehmens größtenteils auf Zuwächse im zweistelligen Bereich in den eigenen Einzelhandelsaktivitäten zurückzuführen. Hierzu hat E-Commerce mit einer Steigerung um 36% auf mehr als 2 Mrd. Euro besonders deutlich beigetragen. Während Adidas vor allem in den Regionen Nordamerika (+15%) und China (+23%) zulegen konnte, stagnierte der Umsatz in Europa. 

 

Adidas-CEO sieht „große Fortschritte"

Das Betriebsergebnis von Adidas stieg um 14% auf 2,4 Mrd. Euro. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag mit 1,7 Mrd. Euro um 20% über dem Vorjahresniveau. „Wir haben große Fortschritte dabei gemacht, unsere Finanzziele bis 2020 zu erreichen und bestätigen diese. Unsere strategischen Wachstumstreiber – Adidas Nordamerika, China und E-Commerce – sind wieder zweistellig gewachsen. 2019 werden wir die Umsetzung von ’Creating the New‘ weiter vorantreiben, um erneut qualitativ hochwertiges Umsatzwachstum und überproportionale Gewinnsteigerungen zu erreichen“, erklärte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas. 

 

Adidas: Ausblick für 2019

Für 2019 rechnet Adidas mit einem währungsbereinigten Umsatzansteig zwischen 5% und 8%. Dabei machen dem Unternehmen Engpässe in der Produktion zu schaffen. So sei die Nachfrage nach Bekleidung im mittleren Preissegment stark gestiegen, die jedoch aufgrund von mangelnden Kapazitäten nicht sofort vollständig bedient werden könnten. Infolgedessen erwartet das Unternehmen eine Beeinträchtigung des Umsatzwachstums, insbesondere in der ersten Jahreshälfte in Nordamerika. In Europa rechnet das Unternehmen damit, im Verlauf des Jahres auf den Wachstumspfad zurückzukehren, und prognostiziert dort für das Gesamtjahr einen leichten Anstieg des Umsatzes auf währungsbereinigter Basis. 

 
Helge Neumann / 13.03.2019 - 11:07 Uhr

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